Einiges wurde von der Liste bei der Sanierung des Rathauses in Alfdorf gestrichen
Die Sanierung und Erweiterung des Alfdorfer Rathauses in der Oberen Schlossstraße 24 stand im Mittelpunkt der gestrigen Gemeinderatssitzung. Erfreut sind die Räte über die Einsparung in Höhe von 254 000 Euro. Von Nicole Beuther
ALFDORF. Bereits bei der Sitzung am
25. Januar hatte der Gemeinderat mehrheitlich den Beschluss gefasst, nur die notwendigsten Arbeiten zu vergeben und im Bauausschuss über Einsparmöglichkeiten nachzudenken. Davon unberührt sollten die Maßnahmen sein, behindertengerechte Zugänge zu den oberen Etagen des Gebäudes zu schaffen sowie die Sicherheit der Beschäftigten und der Besucher zu gewährleisten.
Entschieden wurde in der damaligen Sitzung auch über die Vergaben der Abbruch– und Rohbauarbeiten. Über den Stand der Arbeiten informierte gestern Günther Brecht vom gleichnamigen Architekturbüro anhand einer Dia-Show. Auch auf die geplanten Einsparungen kam der Architekt zu sprechen. Von der Liste gestrichen werden unter anderem die geplanten Stellplätze hinter dem Schloss, der Kellerzugang über einen neuen modernen Treppenturm sowie der Ausbau des Dachbodens. Die Sanierung könne man auch um zwei Jahre hinauszögern, meinte Gemeinderat Klaus Hinderer, der von einem Prestigeobjekt seitens der Verwaltung sprach. Bürgermeister Michael Segan widersprach dem und erinnerte daran, dass man der Firma Massopust mit dem Umzug ins Gewerbegebiet die Möglichkeit gegeben habe, zu wachsen und sich zu entfalten. Zudem habe man ja dadurch auch das Verkehrsaufkommen in der Gemeinde verringern können. Es gehe der Gemeinde nicht darum, ein Prestigeobjekt hinzustellen, so Segan, der von einer sinnvollen Maßnahme sprach und darauf aufmerksam machte, dass der Gemeinde ja zudem ein Zuschuss in Höhe von
500 000 Euro zur Verfügung stehe. Anschließend wurde den restlichen zu vergebenden Arbeiten zugestimmt. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf
1,
387 Millionen Euro. Mehrheitlich waren sich die Räte auch beim nächsten Tagesordnungspunkt einig. Hier ging es um den Antrag eines Experten, einen Vortrag im Gemeinderat zu den Gefahren der Ethylenleitung halten zu dürfen. Die Räte entschieden sich für eine außerordentliche Gemeinderatssitzung, die einzig den Vortrag zum Inhalt hat. Auch dem Antrag des Elternbeirats der Grundschule im Lindengarten in Pfahlbronn wurde stattgegeben. Diese hatten eine zusätzliche Betreuerin sowie eine Verdoppelung des Etats für die verlässliche Grundschule beantragt. Bürgermeister Segan sah das ganze etwas kritisch und machte darauf aufmerksam, dass die Gemeinde für die Betreuung von Kindern derzeit schon
800 000 Euro Abmangel trägt. Mehrheitlich sprachen sich die Räte für die Einstellung einer Honorarkraft aus, die in der Zeit von
11.
50 Uhr bis
13 Uhr eingesetzt werden soll. Zugestimmt wurde auch der Etaterhöhung — für jedes Kind sollen nun pro Jahr
15 Euro zur Verfügung stehen (für Bastelmaterial etc.).
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