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» Sport | Freitag, 26. Februar 2010

Kunstturnen, Oberliga: Wetzgauer haben kleine Ziele nach Vierfach-​Aufstieg; Junges Team mit großem Talent

(pm). Die vergangenen vier Jahre waren beim TV Wetzgau nicht nur geprägt von Klasseleistungen in der Kunstturn-​Bundesliga. Paul Schneider, Cheftrainer des Vereins, und seiner Riege an Betreuern gelang es, auch eine schlagkräftige zweite Mannschaft aufzubauen.

Das Nachwuchsteam, das als Sprungbrett und Ausbildungsstätte für die Bundesliga-​Elite gilt, startet am morgigen Samstag in die neue Saison. Nach vierfachem Aufstieg geht es jetzt in der Oberliga um den Klassenerhalt. „Wir stecken die Ziele nieder“, sagt Paul Schneider. Keiner wolle das junge Team unter großen Erfolgsdruck setzen – nach dem Motto: Wer nicht zu heiß kocht, kann sich auch nicht Finger verbrennen. Der Coach ist dabei die treibende Kraft, damit keiner zu hohe Hürden für die Mannschaft setzt: „Nachdem es der Mannschaft gelungen ist, viermal hintereinander aufzusteigen, steht dieses Mal ganz klar der Klassenerhalt für uns im Mittelpunkt.“ Erst wenn dieser geschafft ist, kann der TVW an mehr denken – noch nicht jetzt.
Was die Meinung des Trainers vor allem unterstützt, ist das Durchschnittsalter des Teams: Acht der zehn Athleten sind noch nicht erwachsen. Der Benjamin im Team ist Alexandros Heckmann mit gerade einmal 13 Jahren. Johannes App ist 14 – beide also gerade einmal Teenager. Darüber folgen mit Marius Opferkuch, Dennis und Marvin Röck, Sergius Kalecinski und Christian Betz fünf Athleten, die ebenfalls noch unter 18 sind. Viele von ihnen gelten ebenso wie der 18-​jährige Marc Hrusa als die Talente, auf die die Wetzgauer in den kommenden Jahren in der Bundesliga setzen werden.
Simon Kuntner dagegen hat den Sprung in die oberste Etage längst geschafft, nutzt aber jetzt die Wettkämpfe in der Oberliga, um sich für die Bundesliga warm zu turnen. Er soll der Mannschaft ebenso Erfahrung und Rückendeckung geben, damit sich das Team möglichst schnell in der vierthöchsten deutschen Klasse und der höchsten in Baden-​Württemberg etablieren kann. Schneider: „Hier weht ein anderer Wind. Wir müssen zunächst einmal sehen, dass wir uns gut hineinfinden in die Wettkämpfe.“
Nicht zuletzt deshalb ist der Coach auch froh, dass mit Günther Wildner ein ganz alter Haudegen nochmals an die Geräte geht. Der 41-​jährige Oldie im TVW–Team kann auf schier übermenschliche Erfahrung in Wettkämpfen hinaus bis zur Bundesliga verweisen und wird der Mannschaft weitere Stabilität geben. Schließlich „könnte Günther der Vater von vielen anderen Athleten in unserem Team sein“.
Den Startschuss in die Saison wird es am Samstag in Süßen geben. Da haben die Wetzgauer gleich die Chance, sich gegen einen erfahrenen und heimstarken Gegner zu beweisen. Eine Woche später steht der erste Heimwettbewerb an. Diesen bestreiten die Wetzgauer gegen die TG Wangen/​Eisenharz. Parallel dazu werden die Damen in der Landesliga turnen, was auch für Zuschauer einen sehr reizvollen Nachmittag bedeuten wird: „Sowohl die Mädchen als auch die Buben turnen in der olympischen Gerätereihefolge, so dass wir uns da nicht im Wege stehen“, freut sich der Trainer auf den gemischten Wettbewerbstag, der übrigens erstmal im neuen Leistungszentrum auf dem Unigelände stattfindet.
Sechs Mannschaften streiten sich in der Oberliga um den Titel und die Plätze. Während der Erste den Aufstiegskampf in die Regionalliga bestreitet, steigt nur der Letzte ab. Somit ist das erste Ziel der Wetzgauer also, erst einmal ein Team hinter sich zu lassen. Und alles weitere? „Das ergibt sich. Wir wollen von den Jungs sehen, dass sie stabil turnen und ihr Können abrufen – dann sind wir zufrieden“, so die Trainer. Und der Klassenerhalt dürfte dann auch machbar sein.
 

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