Eindrucksvolle Jahresbilanz der Kreissparkasse Ostalb für 2009 gestern vorgestellt — Programme für medizinische Versorgung
Trotz der Wirtschaftskrise verzeichnete die Kreissparkasse Ostalb 2009 ein erfolgreiches Jahr. Das erklärten gestern im Rahmen der Bilanzpressekonferenz der Vorstandsvorsitzende Carl Trinkl und sein Stellvertreter Dr. Christof Morawitz. Von Manfred Laduch
OSTALBKREIS. „Wir sind sehr skeptisch in das Jahr
2009 gestartet“, räumte Trinkl ein. Viele Unternehmen im Ostalbkreis seien von der Krise deutlich gezeichnet. Erfreulich sei, dass fast alle so eine gute Substanz hatten, dass sie das Jahr trotzdem durchstanden. Allerdings sei bei vielen die Eigenkapitaldecke durch die Durststrecke erheblich angegriffen.
Bei den Privatkunden liege die Sparquote mit
13 Prozent höher denn je. Es gebe dabei eine Renaissance für das Sparbuch, während langfristige Anlagen weniger gefragt seien. Erstaunlich sei, dass trotz dieser Sparanstrengungen der Konsum nicht gelitten habe.
Insgesamt beliefen sich die Kundeneinlagen auf
3,
4 Milliarden Euro (plus
114 Millionen. Die Kreditvergabe sei nochmals um
77 Millionen Euro auf über
2,
5 Milliarden gestiegen. „Wir haben als regionale Banken nichts mit der Kreditklemme zu tun“, betonte Trinkl und bezog dabei die Genossenschaftsbanken ausdrücklich mit ein.
Bilanzgewinn stieg um
15 Prozent
auf
3,
972 Millionen Euro
„Wir zahlen über zehn Millionen Euro Steuern, was der Region sicher gut tut“, fuhr Carl Trinkl fort. Der Bilanzgewinn sei um
15 Prozent auf
3,
972 Millionen Euro gestiegen. Damit seien die Rücklagen im Sinne einer Risikovorsorge gestärkt worden.
Die Zahl der Beschäftigten habe im vergangenen Jahr von
1038 auf
1058 zugenommen. Und in der jüngsten Verwaltungsratssitzung seien sieben weitere Stellen für Kundenberater beschlossen worden. Die Ausbildungsquote liege bei stolzen
15 Prozent.
„Die Privatkunden suchen deutlich stärker das persönliche Gespräch“, erklärte Christof Morawitz. Deshalb sei die dezentrale Aufstellung der Kreissparkasse mit ihren
73 Geschäftsstellen genau richtig. Überraschend hoch sei
2009 die Nachfrage bei den Baufinanzierungen gewesen:
3000 neue Verträge seien mit der
KSK abgeschlossen worden. Der Schwerpunkt habe dabei auf dem Erwerb gebrauchter Immobilien und energetischer Sanierung gelegen.
600 Mal wurde das neue Angebot „Wohn-Riester“ genutzt.
Eine halbe Million Euro habe die Kreissparkasse in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter investiert, hob Morawitz hervor. Und das trage Früchte: Über den Sparkassenverband habe das Unternehmen im vergangenen Jahr
100 Testkunden in die eigenen Filialen – und zu regionalen Wettbewerbern – schicken lassen, die dort unerkannt Beratungen zu unterschiedlichen Themen wahrgenommen hätten. Das Ergebnis sei für die Kreissparkasse sehr gut ausgefallen.
Als Beispiel für verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Engagement sieht die Kreissparkasse ihr neues
999-Häuser-Programm in Zusammenarbeit mit dem Landes-Umweltministerium. Damit werden Maßnahmen zur Energieeinsparung und damit zur
CO2–Reduzierung bei privaten Immobilien unterstützt. Unter anderem erfolge dies durch von
200 auf
69 Euro vergünstigte Gutscheine für qualifizierte Energieberatungen – auch durch das Energiekompetenzzentrum in Böbingen.
Ein weiteres Sonderprogramm hat die
KSK zum Erhalt der medizinisichen Nahversorgung im Ostalbkreis aufgelegt. Hierbei werden Ärzten zinsverbilligte Existenzgründungsdarlehen zur Verfügung gestellt, um die gelungene Nachfolgeregelungen hausärztlicher Praxen besonders im ländlichen Raum zu fördern.
An einem weiteren Großvorhaben zum Erhalt der ärztlichen Infrastruktur im Ostalbkreis ist die Kreissparkasse nicht unwesentlich beteiligt: Die neu gegründete S-Projektverwaltungsgesellschaft Ostalb wird als
100-prozentige
KSK–Tochter das Margaritenheim in Schwäbisch Gmünd übernehmen und durch umfangreiche Sanierungs-, Um– und Ausbauarbeiten zum „Haus der Gesundheit“ weiterentwickeln. „Die Mieternachfrage ist hervorragend; das Haus wird schnell voll“, freute sich Christof Morawitz. Wer sich als Bürger daran – ideell, nicht unternehmensrechtlich – beteiligen möchte, kann einen entsprechenden Kapitalbrief mit attraktiver Verzinsung erwerben.
Vor dem Jahr
2010 ist der Kreissparkasse einstweilen nicht bange: „Wir sind gut aufgestellt, haben unsere Marktführerschaft ausgebaut und im Januar einen fulminanten Start hingelegt, freute sich der Vorstandsvorsitzende Carl Trinkl.
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