Hallendächer, Münster-Galerie und Wochenmarkt von Schneemassen befreit — Wetterdienste warnen vor Miriam
Aufgrund der enormen Schneelast und nach Anraten eines Statikers hat die Stadtverwaltung gestern die Römersporthalle Straßdorf und die Mehrzweckhalle Rehnenhof geschlossen.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Auch die Gmünder Feuerwehr wurde zwischenzeitlich an die Schneefront gerufen. Die Stadtteil-Abteilungen Straßdorf, Wetzgau und Großdeinbach bemühen sich, die bedrohten Hallendächer von den enormen Schneelasten zu befreien. Hierbei muss auch auf die wertvollen Fotovoltaikanlagen Rücksicht genommen werden. Sorgenkinder sind augenblicklich die Flachdachkonstruktionen der Turn– und Mehrzweckhallen in Straßdorf und an der Friedensschule in der Nordstadt. Weitere Hallen könnten noch dazu kommen. Die Feuerwehrleute leisteten bis in die Abendstunden mit Leitern, Schippen, Schaufeln und Schubkarren eine nicht ganz ungefährliche Schwerstarbeit. Bis zu einem Meter hoch türmen sich die Schneeverwehungen mit einer zunehmenden schweren Nassschneeschicht. Aktuell lagen dem Hochbauamt und der Feuerwehr gestern Abend eine weitere Wetterwarnung vor. Für die Nacht wurden weitere heftige Schneefälle und dazu auch Sturmböen angekündigt. Es handelt sich um das Sturmtief „Miriam“, von dem die Meteorologen noch nicht genau wissen, ob es sich als Fluch oder Segen erweisen wird, um dem Winterspuk zumindest vorübergehend ein Ende zu bereiten. Experten warnen auch schon vor einer extremen Hochwassersituation auch im Remstal, sollten Regenfälle und Tauwetter einsetzen. Mit Baggerhilfe wurde zudem gestern der Münsterplatz geräumt, damit dort der Wochenmarkt stattfinden kann. Am Münster wurde jedoch eine Sicherheitszone eingerichtet, weil immer wieder Eis und Schnee herabstürzen. Enorme Schneemengen vom Dach drückten auf dem Gmünder Wahrzeichen gestern gegen die Galerie, so dass die Mitarbeiter der Münsterbauhütte dort oben sicherheitshalber gleichfals zu Schneeschippen griffen. Dramatisch-närrisch: Auch gestern gelang es witterungsbedingt noch nicht, den Weihnachtsbaum auf dem oberen Marktplatz zu entfernen, wo in wenigen Tagen beim Guggenmusikfestival der Narrenbaum gesetzt werden soll.
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