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» Ostalbkreis | Mittwoch, 03. Februar 2010

Stuifa-​Hau! beim Musikerfasching in der Kaiserberghalle

In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kaiserberghalle in Wißgoldingen fand am Samstag der 14. Musikerball des Fördervereins des Musikvereins Harmonie Wißgoldingen statt. Bei einem mitreißenden Programm kamen die Närrinnen und Narren aus Wißgoldingen und Umgebung voll auf ihre Kosten. Von Constanze Scheel

WALDSTETTEN-​WISSGOLDINGEN. Punkt 20 Uhr nahm ein buntes und abwechslungsreiches Programm mit über 100 Mitwirkenden (Altersunterschied vom jüngsten bis zum ältesten 71 Jahre) aus Wißgoldingen und den umliegenden Fasnetshochburgen seinen Lauf. Der Mitinitiator der Wißlinger Fasnet, Volker Pitzal, führte mit Witz und Charme gekonnt durch den Abend. Beim Musikerball spielte in bewährter Weise die Tanz– und Show-​Bigband „More Fun“.
Den Auftakt bildete das Kulturringballett aus Donzdorf unter der Leitung von Alexandra Geiger mit einem Gardetanz. Die Turnmädels des TV Wißgoldingen unter der Leitung von Rita Kässer präsentierten zu den Klängen des Titels „Hot and Cold“ tolle Springseilakrobatik. Den ersten Höhepunkt des Abends bildete der Einmarsch des Wißgoldinger Prinzenpaars mit Hofstaat und Hofkapelle. Mit einem humorvollen Lied erzählte Sophia Pitzal die Geschichte von den Bemühungen von Prinz Rainer I., eine neue Prinzessin zu finden. In einem Prinzessinnen-​Casting fand man schließlich nicht nur Prinzessin Martina I., sondern auch noch Herzdame Gise und Hofdame Miriam. In seiner Begrüßungsrede streifte der Prinz amüsante Geschichten aus dem Dorf.
Ihr Debüt in der Bütt gab die erst 17-​jährige Sarah Schneider mit einem witzigen Vortrag über Mama, Papa und die gesamte Verwandtschaft, was vom Publikum mit einem kräftigen Applaus honoriert wurde. Zu den Klängen des „Fliegerlieds“ wirbelten anschließend die Turnerjungs des TVW unter der Leitung von Martin Walz über die Bühne. Nicht weg zu denken sind natürlich auch Christa Stütz und Daniela Eisele, die einen aufgestellten Narrenbaum mit Baumschere und spitzer Zunge über das Wißgoldinger Dorfleben zurechtschnitten. Die „Entchen“ der Jugendkapelle des Musikvereins stellten Orstvorsteherin Ingrid Banzhaf, Prinzessin Martina und Oberwäschweib Susanne Kessler von den Waldstetter Wäschgölten beim Liederraten auf eine harte Probe. Mit dem Ententanz brachten die „Entchen“ unter der Leitung von Michael Solleder und Constanze Scheel die Halle ein erstes Mal zum Kochen.
Natürlich ließen es sich auch die Wäschgölten aus Waldstetten mit ihrer Mini-​Garde, dem Oberwäschweib und dem Büttel nicht nehmen, den Narren am Stuifen einen Besuch abzustatten. Mit außerordentlichen Kostümen und einer hervorragend einstudierten Choreographie begeisterte erneut das Kulturringballett aus Donzdorf mit ihrem Showtanz zur Fußball-​WM in Südafrika das Publikum.
Im Anschluss daran ließ die Jazztanzgruppe des TVW unter der Leitung von Christine Ripper den „King of Pop“ Michael Jackson mit einer toll dargestellten Tanzeinlage wieder auferstehen. Um den Mädels das Umziehen zu erleichtern, gaben die „Stuifa Hexa“ ihre Version vom „Fliegerlied“ zum Besten. Zum ersten Mal mit dabei waren die Möglauer Remsgöckel mit Hofmarschall, Elferrat und Garde. Auch nicht fehlen durfte natürlich das Männerballett der Wäschgölten aus Waldstetten mit ihrem diesjährigen Programm. Mit strammen Waden und schickem Outfit gaben die feschen Männer um Bürgermeister Michael Rembold ihr Bestes, sodass auch die vielen Närrinnen nach so vielen Gardemädchen endlich auf ihre Kosten kamen. Die Stuifa Hexa unter der Leitung von Kirstin Eisenmann animierte das begeisterte Publikum zum Mitsingen und Mitschunkeln und leiteten zum tollen Finale über.
Aber damit war die Party noch lange nicht zu Ende: Die Gmünder Gassafetza in ihren sagenhaften neuen Kostümen brachten die Halle erneut zum Kochen. Bis in die frühen Morgenstunden wurde dann noch zu bekannten und heißen Rhythmen von „More Fun“ das Tanzbein geschwungen. So wurde wieder einmal bewiesen, dass der Musikerball und die Wißgoldinger Fasnacht nicht mehr aus dem Dorfleben wegzudenken sind.
 

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