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» Ostalbkreis | Freitag, 05. Februar 2010

Gestern Abend Generalprobe für die Igginger Dorffasnacht am 10. Februar auf dem Kotteler

Die Schülerbutzen inspizierten gestern bereits den Kotteler, der am kommenden Mittwoch Schauplatz für die historische Dorffasnacht sein wird. Über 50 Hexen und Butzen sind in diesem Jahr dabei.

IGGINGEN (gv). So viele Hexen und Butzen wie noch nie werden diesmal auf dem Kotteler wieder ihr Unwesen treiben. Jahrelange Tradition ist es schon in Iggingen, die Dorffasnacht in historischem Stil auf dem Platz vor dem Rathaus zu feiern.
Dann fegen die Butzen mit ihren schaurigen Masken über den Kotteler und Hexen tanzen um das Feuer. Kleine Bi-​Ba-​Butzemänner gibt es und natürlich die Schülerbutzen, die mit dem Spiel „Teufel an der Kette“ ihren Auftritt haben. Wie in jedem Jahr dürfen die Viertklässler der Grundschule als Schülerbutzen bei der Dorffasnacht aktiv mitmachen und gestern stand die Hauptprobe an. Im Rathaus wurden die Butzenhemden anprobiert, die Mützen über die selbstgebastelten Masken gezogen und ab ging es auf den Marktplatz. Noch war der Teufel nicht dabei, dieser übt noch im Geheimen, damit er bei der Dorffasnacht ja den Korb mit den Süßigkeiten aufs Beste bewachen kann.
Die alte Igginger Tradition
spielerisch darstellen
Mit ihrem Auftritt versuchen die Schülerbutzen spielerisch die alte Igginger Butzentradition darzustellen. Seit 1996 wird nun bereits die Fasnacht nach historischem Vorbild wiederbelebt. Hintergrund ist der dörfliche Mummenschanz, der auch in Iggingen verbreitet war und in der Fasnacht seinen Höhepunkt erreichte. So nutzten Arme aus der Not, aber auch junge Burschen aus Übermut vermummt die Gelegenheit zum Heischen, also Betteln. Das „Stupfla“ eine Form des Heischens, wurde in den letzten Jahren im November in Iggingen wieder aufgegriffen.
Nicht zu kurz kommt das
gemütliche Beisammensein
Die Sage vom Hexentanzplatz wird auch bei der Dorffasnacht aufgeführt. Auch die Butzen sind natürlich dabei, die jahrhundertealten Igginger Fasnachtsfiguren. Etwas unheimlich können sie schon aussehen, schließlich bedeutet der Name „Butz“ Gespenst, schwäbisch Goischt. Mit den Scheamen, wie die Holzmasken der Hexen und Butzen genannt werden, wird auch heute wieder der Bezug zur historischen Igginger Fasnacht hergestellt. Nicht zu kurz kommt natürlich das gemütliche Beisammensein: Fasnachtsküchle, Butzenburger und Glühwein dürfen nicht fehlen und erstmals bei der Dorffasnacht wird aus der Kotteler-​Schänke bewirtet. Gespannt darf man sein auf neue Ideen bei der Moderation und beim Dorfgericht. Bürgermeister Klemens Stöckle im Gewand eines reichen Bauern darf sich bestimmt wieder auf einiges gefasst machen.

Die Igginger Dorffasnacht findet statt am Mittwoch, 10. Februar ab 18 Uhr auf dem Kotteler (Marktplatz).
 

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