Nach einem Hausabriss kann in der Ortsmitte ein gestalteter Treffpunkt entstehen — Bürger informierten sich
Nach dem Abriss der „Villa Bröckelstein“ im Sommer letzten Jahres besteht in Degenfeld die Gelegenheit, einen Dorfplatz anzulegen. In einer Informationsveranstaltung äußerten sich gestern Abend Bürger zu dem Projekt.
GMÜND-DEGENFELD
(rw). Etwa
50 Zuhörer hatten sich in der Kalte-Feld-Halle eingefunden. Mit ihnen OB Richard Arnold, Tiefbauamtsleiter Jupp Jünger und Planungsamtschef Erwin Leute. OB Arnold betonte, die Degenfelder wüssten selbst am besten, was zu ihnen passt, „wir planen nicht im Rathaus von oben her.“ Er stellte Degenfeld in den Zusammenhang der Umgebung des Kalten Felds, „drumherum interessante Orte, die sich gemeinsam besser vermarkten, auch für den Wintersport.“ Dafür könne der kleinste Stadtteil einen „kommunikativen Mittelpunkt“ brauchen.
Ortsvorsteherin Angelika Wesner stellte dar, worüber sich Ortschaftsrat und Bürger selbst schon Gedanken gemacht haben. Auf der Freifläche zwischen Gasthaus „Pflug“ und Kalte-Feld-Straße könne die „gute Stube Degenfelds“ entstehen: ein Platz zum Verweilen, für den Maihock und das Weihnachtsliedersingen, für Platzkonzerte und allerlei Festle.
Auch über die Verkehrsverhältnisse machte man sich Gedanken und stellte im Dezember sogar Versuche an: die Begegnung zwischen Fahrzeugen soll möglich bleiben bei einer Fahrbahnbreite zwischen
5,
6 und
5,
74 Metern, wozu noch die gepflasterte Rinne mit
40 Zentimetern hinzukomme. Langsameres Fahren ist aber erwünscht, im gesamten Bereich gilt Tempo
30. Der obere Fahrweg am Haus Geiger soll durch herausnehmbare Poller undurchlässig gemacht werden. Schnee soll am Rand des Platzes gelagert werden können. Die Stadtverwaltung fertigte einen Entwurfsplan für den
ELR–Antrag an, dieser lässt aber noch breite Ausgestaltungsmöglichkeiten zu — von den Oberflächen bis zur Bepflanzung. Ein Platzrondell mit Sitzstufen gehört dazu. Die Ausschreibung könnte schon im Mai erfolgen. Skeptische Fragen aus den Reihen der Zuhörer kamen vor allem zu den Verkehrsflächen: Manchem erschien die Straßenbreite von
5,
6 Meter als zu gering, vor allem für Lastwagen. Doch es gab auch Lob für den Entwurf.
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