Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst erfasste auch Schwäbisch Gmünd
Die Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst erfasste gestern die Stadt Schwäbisch Gmünd. Eine Stunde lang legten gestern Mitarbeiter der städtischen Betriebe die Arbeit nieder und demonstrierten vor dem Bauhof auf dem Hardt.
SCHWÄBISCH GMÜND
(rw). Nach Verdi-Angaben nahmen an der Kundgebung
90 Mitarbeiter des Baubetriebsamts, der Stadtwerke, der Bäderbetriebe und vom Landratsamt teil. Der einstündige Warnstreik sollte Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber machen, die seit Mitte Januar noch kein Angebot in den laufenden Tarifverhandlungen vorlegten. Das Null-Angebot bei einer Laufzeit von
24 Monaten habe mit fairen Verhandlungen nichts zu tun, sagte der stellvertretende Verdi-Geschäftsführer für Ostwürttemberg, Werner Borowski, auf der Kundgebung. „Unsere Antwort ist der Schulterschluss und die gegenseitige solidarische Unterstützung.“ Bis zum Beginn der nächsten Tarifrunde am nächsten Donnerstag würden Zehntausende von Beschäftigten auch in anderen Bundesländern die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft fordere eine „Beschäftigungsbrücke“, die Älteren und Jungen zugute komme, das Wiederinkraftsetzen der Tätigkeitsaufstiege und Einkommensverbesserungen mit einer sozialen Komponente für die unteren Gehaltsgruppen — alles in allem ein Volumen von fünf Prozent, „keine Forderung, die nicht bezahlbar wäre“.
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