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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 05. Februar 2010

Zehntausende Festivalbesucher werden an diesem Wochenende wieder 800 Schrägton– und Kostümkünstler bewundern

Ab heute Abend steht Schwäbisch Gmünd wieder ganz im Zeichen der Schrägtonmusik. 21 Guggenkapellen mit rund 800 Musikern aus der Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein und Deutschland werden am Wochenende in der Stauferstadt erwartet, die nicht ohne Grund auch das Mekka der Guggenmusik genannt wird.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Inoffizieller Auftakt ist bereits am heutigen Abend im Kulturzentrum Prediger mit dem Ball der Gmünder Traditionsguggen Gmender Gassafetza. Erfahrungsgemäß werden dazu schon die ersten Gastgruppen in der Festivalstadt erwartet.
Jahr für Jahr lockt dieses Spektakel Zehntausende Besucher aus der ganzen Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland in die historische Altstadt. Die Plätze und Gassen, vor allem aber auch die Lokale der Innenstadt bilden ein lautstarkes und buntes Wochenende lang den Rahmen für dieses Ereignis, das aus dem Veranstaltungsreigen der Stadt nicht mehr wegzudenken ist. Das offizielle Festivalprogramm der schrägen Töne beginnt am Samstag mit einer bereits liebgewordenen Besonderheit des Altersgenossenvereins 1955 und neuerdings auch des FC Bargau. Die Altersgenossen und Fußballer stellen den Narrenbaum gemeinsam mit der Wetzgauer Feuerwehr am Oberen Marktplatz auf. Um 11 Uhr startet der traditionelle Kinderumzug mit dem Narrenbaum am Rinderbacher Torturm. Alle Kinder sind herzlich eingeladen zusammen mit zwei Guggenmusikkapellen den Narrenbaum zum Marktplatz geleiten.
Offizieller Empfang der Stadt auf der Bühne am Johannisplatz
Um 12 Uhr beginnt der offizielle Empfang der Stadt Schwäbisch Gmünd auf der Bühne am Johannisplatz. Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold wird zusammen mit dem närrischen Hofstaat die teilnehmenden Guggenkapellen begrüßen. Ebenso wird auch die Symbolfigur der Gmünder Fasnet, das Silbermännle, den Gästen die Ehre erweisen. Parallel treten die Guggenmusikkapellen auch auf der Bühne am Oberen Marktplatz auf. So haben auch Familien mit kleinen Kindern die Möglichkeit die Guggenmusikerinnen und –musiker mit ihren farbenprächtigen und phantasievollen Kostümen hautnah mitzuerleben.
Für das leibliche Wohl der Besucher ist ebenfalls bestens gesorgt. Nicht nur die Lokale der Gmünder Innenstadt, sondern auch zahlreiche Vereine der Arbeitsgemeinschaft Fasnet haben sich eingedeckt, damit die Versorgung der Gäste mit Essen und Trinken nicht ins Stocken gerät.
Kindersammelstelle vor der Oberen Apotheke auf dem Marktplatz
Wie in den vergangenen Jahren richtet der Altersgenossenverein 1955 an seinem Stand vor der Oberen Apotheke wieder eine Kindersammelstelle ein. Wer also seinen Sprössling verloren hat, kann ihn vor der Oberen Apotheke wieder abholen. Ab 18 Uhr finden auf dem Marktplatz, Johannisplatz und Münsterplatz die Monsterkonzerte statt. Es folgt die Nacht der Nächte mit einem gemütlichen Bummel durch die Lokale der Innenstadt.
Am Sonntag bildet dann die Sporthalle in der Katharinenstraße die Arena für die Guggen. Um 11 Uhr beginnt der Guggenmusikfrühschoppen, welcher erfahrungsgemäß bis in den späten Nachmittag andauert. Dort hat man die Gelegenheit, nochmals alle Kapellen nacheinander zu erleben. Auch beim diesjährigen Guggenmusiktreffen kommt auf die Besucherinnen und Besucher noch eine besondere Aufgabe zu. Sie dürfen als Jury die Kapelle mit dem besten Sound, dem schönsten Kostüm und den größten Stimmungsmacher wählen. Der Programmflyer, auf dem sich auch die Stimmkarte befindet, liegt an allen Bewirtungsständen aus. Einfach die Nummer der Kapelle, welche am besten gefällt, in die entsprechende Rubrik eintragen, mit Anschrift versehen und in die Abstimmboxen an den Bewirtungsständen bei den Bühnen Oberer Marktplatz oder Johannisplatz einwerfen. Die Prämierung und Preisübergabe an die Guggenkapellen erfolgt während des Frühschoppens. Alle Personen, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, nehmen an einer Verlosung teil. Zu gewinnen gibt es drei, von der Gmünder Keramikkünstlerin Christine Petraschke gestaltete, Guggengastgeschenke in limitierter Auflage. Aufgrund der großen Nachfrage wird jedes Jahr zum Internationalen Guggenmusiktreffen auch immer eine Anzahl an neuen Kapellen eingeladen. So sind auch beim diesjährigen Treffen wieder fünf neue Kapellen in Schwäbisch Gmünd zu Gast. Außerdem wird am Samstag wieder die Guggenmusik „Los Krawallos“ zu sehen und zu hören sein.
„Eventbusse“ und Sonderlinien für die An– und Abreise
45 Musikerinnen und Musiker, davon rund 25 Menschen mit Behinderung, machen gemeinsam Guggenmusik. „Los Krawallos“ präsentiert sich am Samstag um 13.15 Uhr beim Empfang auf dem Johannisplatz und gegen 17.15 Uhr auf der Bühne am Oberen Marktplatz. Für alle, die unbeschwert und ohne Parkplatz– und Führerscheinprobleme feiern möchten, werden durch die Firma Stadtbus Gmünd wieder „Eventbusse“ eingesetzt und von Fahrbus Gmünd wiederum Sonderlinien gefahren. Auch die Gmünder Taxi-​Zentrale hat alle verfügbaren Fahrzeuge im Einsatz.
 

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