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Franziskus-Gymnasium Schwäbisch Gmünd gibt Eltern und Besucher Informationen am 24. Februar und 6. März
Viel Neues bietet das künftige Schulgebäude des Franziskus-Gymnasiums in Mutlangen, aber auch das Profil dieser Schule ist ein alternatives Angebot innerhalb der Gmünder Schullandschaft.
Von Sonja Ruis
SCHWÄBISCH GMÜND/MUTLANGEN. Fast zwei Jahre sind vergangen, seit 2008 das Franziskus-Gymnasium im Schulzentrum von St. Canisius in der Heugenstraße in Schwäbisch Gmünd seinen Unterrichtsbetrieb aufgenommen hat. Zurzeit werden 120 Kinder in den Klassenstufen 5 und 6 unterrichtet. Große Aufgaben stehen in diesem Jahr an. Der erste Spatenstich für den Neubau der Schule auf der Mutlanger Heide findet in Kürze am 26. Februar um 15 Uhr statt. Bis zum Sommer 2011 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
Eine ganzheitliche Erziehung und Bildung der Schüler steht, laut Schulleiter Harald Ocker im Mittelpunkt des Franziskus Gymnasiums. Das pädagogische Handeln orientiert sich am vorbildhaften christlichen Menschenbild des Franz von Assisi. „Freies Arbeiten in dialogischen Lernformen nimmt im Fach- und Projektunterricht einen breiten Raum ein“, erklärt Harald Ocker. Eine differenziertere Art der Entwicklungs- und Leistungsrückmeldung ersetzt in den Klassen 5 und 6 die Zeugnisnoten. Deshalb erhalten die Schüler keine Halbjahresinformationen in Zeugnisform, sondern werden von ihren Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam mit den Eltern in diesen Tagen zum Entwicklungsgespräch eingeladen. „Grundlage dieser alternativen Art der Leistungsbeurteilung ist die Portfolioarbeit“, betont der Schulleiter. Das Franziskus-Gymnasium wird in diesem Bereich von Professoren der Universität Zürich unterstützt und wissenschaftlich begleitet. Die Schüler erarbeiteten selbständig im Laufe des Schulhalbjahrs in allen Fachbereichen verschiedene thematische Aufgaben, die in Pflicht- und Wahlbereiche gegliedert waren. Sie konnten diese im dialogischen Lernprozess immer weiter entwickeln und verbessern. Dann wurden diese als Produkte in ihre Leistungsmappen eingebracht und werden jetzt von den Schülern selbst präsentiert. Auch Lerntests wurden hier gesammelt und ausgewertet. Die Portfolios werden, laut Ocker, ständig erweitert. Sie enthalten zudem immer Elemente der Reflexion. Dadurch wird auch der Weg zum Endprodukt, der Entstehungsprozess, ein wichtiger Teil der Lernleistung. Das Portfolio bildet Anknüpfungspunkt und Grundlage des Entwicklungsgesprächs. Die Kinder stellen in Einzelgesprächen mit Lehrer und Eltern ihre Arbeiten vor, beschreiben die Auswahl- und Qualitätskriterien und den Weg der Entstehung.
Ein Selbsteinschätzungsbogen zum Arbeits- und Sozialverhalten dient ebenso als Ausgangsbasis für das gemeinsame Entwicklungsgespräch. „Dadurch treten sowohl die besonderen Stärken eines Kindes, als auch ein möglicher Förderbedarf stärker ins Blickfeld“, erläutert der Schulleiter. Wenn sinnvoll und nötig, können auch individuelle Lernvereinbarungen getroffen werden.
Das Franziskus Gymnasium lädt alle interessierten Eltern am Mittwoch, 24. Februar, um 19.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ins Foyer der Franziskus-Grundschule in der Heugenstraße 17 ein. An diesem Abend besteht die Möglichkeit, Zielsetzungen, Profil und Konzeption dieser Schule im Gespräch mit Schulträger, Schulleiter und Elternvertretern kennen zu lernen.
Am Samstag, 6. März, findet von 14 bis 17 Uhr ein Informationsnachmittag für Jung und Alt statt, an dem die Schule ihre Türen für interessierte Besucher öffnet. Neben Vorträgen zur Konzeption können sich an diesem Tag auch die Kinder in Workshops einen Einblick in das Schulkonzept verschaffen, die Unterrichtsräume besichtigen und mit Schülern, Lehrern und Eltern ins Gespräch kommen. Termine für Anmeldegespräche werden an den Informationsveranstaltungen und ab dem 25. Februar auch telefonisch vom Sekretariat vergeben.

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