Typisierung von potenziellen Knochenmarkspendern bei einer Aktion in Lorch
Im Kampf gegen Leukämie organisierte deshalb die evangelische Kirchengemeinde Lorch unter der Schirmherrschaft von Landrat Klaus Pavel und Dekan Immanuel Nau in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) vergangenen Samstag eine Aktion zur Gewinnung potenzieller Stammzellenspender. Von Volker Grahn
LORCH. Alle
45 Minuten erkrankt ein Mensch in Deutschland neu an Leukämie. Um zu Überleben benötigt der Erkrankte eine Stammzellspende. Jedoch findet jeder Fünfte keinen passenden Spender. Der evangelische Pfarrer von Lorch, Christof Messerschmidt, erklärte, dass es auch in seiner Gemeinde immer mehr Fälle von Leukämie gebe. „Es kommen immer wieder Familienangehörige, die sich mir anvertrauen und den Kampf gegen die Krankheit aufnehmen wollen“, so Messerschmidt. Umso wichtiger sei es in der Gemeinde selbst aktiv zu werden.
Deshalb sei es für ihn eine Selbstverständlichkeit, dass eine solche Typisierung auch in Lorch stattfinde, um den Menschen zu helfen. Er dankte allen Helfern, darunter das Stauferklinikum in Mutlangen sowie das
DRK. In Deutschland gab es
1991 rund
3000 freiwillige Spender, heute ist die Datenbank mit rund zwei Millionen potenziellen Spendern einer der Größten überhaupt. Einen geeigneten Stammzellenspender für einen Patienten zu finden gestaltet sich aber nach wie vor schwierig. Entscheidend für die Übertragung von Stammzellen ist die Übereinstimmung der Gewebemerkmale zwischen Spender und Patient. Da über
3600 unterschiedliche Gewebemerkmale bekannt sind, ist es wichtig, dass sich viele Menschen typisieren lassen um helfen zu können.
Die Typisierung ist einfach: Nach der Abfrage persönlicher Daten werden nur fünf Milliliter Blut entnommen, um die Gewebemerkmale zu bestimmen. Nach rund einer Minute ist die Blutabnahme beendet. Alles andere erledigt die DKMS im Labor. Dort wird das Blut analysiert und registriert. Eine solche Untersuchung kostet rund
50 Euro, die mit Spenden finanziert wird. Es können sich alle Typisieren lassen, die zwischen
18 und
55 Jahre alt und gesund sind. Für Spendenfreudige, die sich den
151 potenziellen Spendern anschließen möchten, gibt es die Möglichkeit bei der DKMS per Telefon unter
07071 /
9430 Unterlagen zur Typisierung für zu Hause anzufordern.
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