Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Ostalbkreis | Mittwoch, 10. März 2010

Archäologe und Jugendbuchautor Dirk Lornsen zum 20. Mal in der Bibliothek Abtsgmünd

Der erneute Besuch des Archäologen und Jugendbuchautors Dirk Lornsen bescherte Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen der Friedrich-​von-​Kellerschule einen in gleicher Weise unterhaltenden wie auch informativen Vormittag.

ABTSGMÜND. Gebannt hing das junge Publikum an den Lippen des Autors und ließ ihn sowie seine mitgebrachten Werkzeuge, Waffen und 200 Kilo Steine nicht aus den Augen. Mit großem pädagogischen Geschick und Einfallsreichtum lehrte Lornsen seinen Zuhörern Botschaften wie „Der Fuchs sagt zu dem Pfau, lesen macht die Schüler schlau!“ oder „Waffen sind die dümmste Erfindung der Menschheit, da sie sich gegen andere Menschen richten“ mit.
Bei der Zeitreise erfuhren die Schüler viel Wissenswertes über Tiere, Pflanzen, Menschen und ihr Leben in Jung-​, Mittel– und Altsteinzeit. „Unsere Vorfahren sind nicht dumm gewesen, sonst hätten sie nicht überlebt“ meint Lornsen, der vor der Verdummung des Fernsehens eindringlich warnte: „Benutzt euren Kopf, kein trampelnder Tyrannosaurus Rex wie in Jurassic Park hätte Beute gemacht!“
Besonders faszinierte die Schüler die Entwicklung der Werkzeuge des Menschen. Groß war der Erfahrungsschatz unserer Vorfahren um die nützlichen Dinge der Natur, so zeigte Lornsen am Beispiel, wie die Klinge einer Axt am geeigneten Stiel befestigt wurde. „Mit dem Bast hinter der Rinde des Lindenbaumes, denn die bleibt elastisch und reist schwer. Die Bogensehne jedoch wurde aus aneinander geknüpften Tiersehnen hergestellt, eine Arbeit, für die ich bei diesem Bogen Wochen benötigte. Heute noch heißt der Pilz an Buchen und Birken Zunderpilz. Unsere Vorfahren benutzten ihn zum Feuermachen“, verwies Lornsen.
Sein immenses Wissen über längst vergessene Techniken und Zeiten und seine Begeisterung, die er bei den Schülern und Schülerinnen weckt sind der Grund für die jährliche Einladung zu den vierten Klassen der Friedrich-​von-​Kellerschule. Zweieinhalb Stunden – ohne Pause! — standen die Schüler im Bann des Steinzeitexperten. Dabei erzählte der Autor immer wieder kleine spannende Geschichten aus vergangenen Zeiten, die er mit gekonnten schauspielerischen Einlagen unterhaltsam zum Besten gab. Die Kinder konnten die Werkzeuge „begreifen“, es gab viel zu lachen und zu lernen, viele „Quizfragen“ zu beantworten und kleine Preise in Form von Autogrammkarten und Splittern von Feuersteinen zu gewinnen. Die Lehrerinnen Annemarie Buck und Elisabeth Hoppe verabschiedeten sich von Lornsen: „Bis zum nächsten Jahr!“
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen