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Mittwoch, 10. März 2010
Fußball, Oberliga: Mit professioneller Unterstützung im Marketing soll es bei den Normannen stetig nach oben gehen
Wer Erfolg haben will im Sport, der braucht dazu auch das nötige Kleingeld. Um sich dieses zu beschaffen, geht Oberligist FC Normannia Gmünd mindestens für die nächsten dreieinhalb Jahre eine Zusammenarbeit mit der Firma Gelko ein. Mit professionellen Strukturen im Marketing soll die Vision von der Regionalliga angegangen werden. Von Patrick Tannhäuser
Hohe Ziele setzen sich die Verantwortlichen des
FC Normannia Gmünd für die Zukunft. In die Regionalliga soll der Weg den Schwerzer-Klubs führen. Um diesen beschreiten zu können, holen sich die Macher des
FCN nun professionelle Hilfe ins Boot. Der Verein legt den Marketingbereich in die Hände der Firma Gelko und erhofft sich so mehr finanzielle Mittel generieren zu können. „Stagnation ist Rückschritt“, erklärt Uwe Brenner, der Marketing-Vorstand des
FCN und erklärt, warum dieser Schritt für den Verein vonnöten ist: „Bei uns läuft alles und viel im Ehrenamt. Wir haben gesehen, es gibt Punkte, wo wir Entlastung brauchen.“ Die Aufgaben im Marketing seien zu weitreichend, um sie neben dem Beruf zu machen. Schon über ein Jahr bestand der Kontakt zu den Profis von Gelko Sportmarketing, nun wurde die Zusammenarbeit besiegelt. Gerhard Kluge, der mit seinem Team unter anderem die Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen vermarktet, sieht bei den Gmündern eine Menge Potenzial. „Zwischen Aalen und Waiblingen gibt es genügend Firmen für die die Normannia interessant sein könnte. Wir streben mittelfristig den Aufstieg in die Regionalliga an“, so der Vertriebsleiter, der sich im Umzug nach Stetten befindlichen Marketingfirma.
Die Macher haben sich einen konkreten Zeitrahmen für den sportlichen Aufstieg gesetzt. Zwischen Platz vier und sechs soll der
FCN in diesem Spieljahr landen. Danach soll es stetig bergauf gehen. Platz zwei im Sommer
2011, Aufstieg
2012, Klassenerhalt in der Regionalliga
2013, Rang zehn
2014 und nach der Saison
2014/
2015 sollen sich die Normannen im oberen Drittel der Regionalliga wiederfinden. Ziele und Visionen, für die es viel Geld braucht.
120 000 Euro beträgt der Etat der Gmünder derzeit,
60 000 Euro mehr werden benötigt, um den Aufstieg anzugehen. „Ohne Moos nix los“, sagt Kluge salopp, der gemeinsam mit Oliver Beiser dafür Sorge tragen will, dass das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann. Beiser soll sich an vier Tagen in der Woche um die Belange des Oberligisten kümmern. „Er war selbst Handball-Profi, ist Sportfachwirt und gelernter Werbekaufmann“, stellt Kluge klar, dass Beiser ein absoluter Fachmann ist. „Der Mann vor Ort“ trägt die Ziele mit und sagt selbst: „Sport ist planbar.“ Dabei verweist er auf einen Fünf-Jahres-Plan, bei dem natürlich auch mit Rückschlägen zu rechnen ist. „Es läuft nicht immer so, wie man es sich vorstellt“, so Beiser. Kein Problem für die Marketing-Profis, die auch in schlechten Phasen die Treue halten wollen. „Ich halte die Ziele nicht für utopisch“, untermauert Kluge. Da stimmt ihm auch der Sportliche Leiter des Teams, Jürgen Eberle, bei, der zwar weiß, dass auch das nötige Glück dazu gehört, aber in erster Linie müsse das Geld vernünftig eingesetzt werden. Solide wirtschaften, ohne Größenwahn – steht also auch weiterhin im Mittelpunkt. Wichtig ist es den Verantwortlichen im Schwerzer weiter auf die eigene Jugend und Talente aus der Region zu setzen. „Das schafft Identifikation mit dem Verein“, so Kluge, der diese Linie unterstützt und deshalb auch einen Teil der Sponsoreneinnahmen für die Junioren vorsieht. Ideen zur Gewinnung von neuen Geldgebern haben Kluge und Beiser bereits genug, die brauchen sie auch, denn selbst verdient Gelko nur, wenn neue Förderer ins Boot geholt werden können. „Wir werden nur erfolgsabhängig bezahlt“, stellt Kluge klar.
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