Landrat Pavel: Winterdienst doppelt so teuer wie im Vorjahr — Viele neue Schlaglöcher
Der überaus schneereiche Winter wird sich im Kreishaushalt in Millionenhöhe bemerkbar machen. Die Kosten für den Winterdienst sind doppelt so hoch wie im Vorjahr — und die Kosten für die Reparatur von Straßenschäden kommen auch noch dazu. Von Gerold Bauer
OSTALBKREIS. Wer zum Beispiel von Durlangen in Richtung B
298 fährt, fragt sich stellenweise, welche Fläche wohl größer ist — die mit den Frostschäden oder der intakte Asphalt? Auf manchen Straßen hat der Wechsel zwischen Nässe und Frost für tiefgreifende Schäden am Fahrbahnbelag gesorgt. Nicht zuletzt dort, wo Straßen schon Flickstellen oder Risse hatten, gab es immense Schäden. Stellenweise sind die Schlaglöcher sogar so tief, dass sie bis in den Unterbau reichen und natürlich auch eine Verkehrsgefährdung darstellen.
Also wird man die Reparatur nicht auf die lange Bank schieben können, obwohl — wie Landrat Klaus Pavel einräumt — im Kreishaushalt nicht die dafür nötigen Mittel eingeplant sind. Allein für die Kauf von Streusalz (
15 000 statt
8000 Tonnen) sowie für die Personalkosten und den Fahrzeugeinsatz im Winterdienst hat sich gegenüber dem Vorjahr von einer Million auf zwei Millionen geradezu verdoppelt, berichtet der Landrat. In diesem Betrag seien die Kosten für die Behebung der winterbedingten Straßenschäden noch gar nicht enthalten. „Wissen wir ja noch gar nicht, was da unterm Strich auf uns zukommt. Erst wenn Schnee und Eis komplett abgetaut sind, wird man das komplette Ausmaß der Schäden sehen und Bilanz ziehen können.“ Keine leichte Aufgabe werde es für den Kämmerer sein, die Sanierungsmaßnahmen zu finanzieren. „Das dafür nötige Geld ist ja nicht da. Wir müssen deshalb durch Hinausschieben anderer Maßnahmen die Mittel für die dringende Reparatur der kaputten Straßen freimachen. Sprich der Kämmerer muss da ordentlich jonglieren!“
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