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Paulushaus, Neueinteilung der Distrikte und Arbeit des Jugendwerks Thema bei der Bezirkssynode Schwäbisch Gmünd

Eingereicht von Redaktion am 10. Mär 2010 - 08:29 Uhr

Ein wichtiger Punkt bei der Bezirkssynode in Schwäbisch Gmünd am kommenden Freitag wird, wie auch schon bei der vergangenen Synode, die Zukunft des Paulushauses sein. Hier wird die Tagung auch stattfinden und mit einer Andacht eröffnet. Von Nicole Beuther
SCHWÄBISCH GMÜND. Schon bei der Herbstsynode 2009 sei deutlich geworden, wie wichtig ein gemeindeorientiertes Nutzungskonzept innerhalb des Kirchenbezirkes ist, unterstrich Dr. Klaus Richter beim gestrigen Pressegespräch die Bedeutung dieses Tagesordnungspunktes. Solch ein Konzept sei wichtig, um das Paulushaus stärker im Bewusstsein der Gemeinden und ihrer Gruppen zu verankern, so der Vorsitzende im Verwaltungsrat des Paulushauses.
Nachdem kurz nach der vergangenen Synode klar war, dass das Paulushaus nicht verkauft wird, hat es innerhalb des Verwaltungsrates einige Ideen gegeben, wie das Gebäude intensiver genutzt werden kann. Wichtig sei es, hierbei die umliegenden Gemeinden und ihre Gruppen miteinzubeziehen, so Richter. Weiter vorangetrieben soll die Jugendarbeit in Verbindung mit dem Jugendwerk und die Seniorenarbeit (beispielsweise „Ferien ohne Koffer“). Verbunden mit dem Wunsch, auch unter der Woche Besucher im Paulushaus begrüßen zu können, sollen die Räumlichkeiten auch für Musik- und Sportgruppen zur Verfügung stehen. Auch durch einen Ausbau der attraktiven Aussenanlagen versprechen sich die Verantwortlichen des Paulushauses eine größere Nachfrage. Dazu beitragen sollen auch eine Kirche im Grünen, ein Bezirksfest sowie die Erweiterung des Ferienangebots für Kinder (auch in den Schulferien im Frühjahr und im Herbst).
Überlegt wird auch, eine Kinder-Tagesstätte ins Leben zu rufen. Dass Potential hierfür sei da, so Dr. Richter. So wäre solch ein Angebot für Eltern aus den Umlandgemeinden, wie beispielsweise Göggingen, interessant. Schon bei der vergangenen Synode wurde beschlossen, den gemeindeorientierten Prozess voranzutreiben. Immerhin liegt der prozentuale Anteil der Auswärtigen, die das Ferien- und Freizeitheim nutzen, bei rund 80 Prozent. Es sei, so Dr. Richter, wichtig, Synergien zu suchen, die letzten Ende auch den Gemeinden zugute kommen.
Vorgestellt werden sollen bei der Bezirkssynode die Tätigkeitsfelder, Anliegen und Visionen des Jugendwerks, dessen Hauptaufgabe es sei, ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen, so Dr. Friedrich Wallbrecht, Jugendpfarrer im Kirchenbezirk. Dass Hauptaugenmerk liege bei den Jugendlichen, deren Interesse an der Jugendarbeit unterstützt und gefördert werden müsse. Denn: „Das Angebot für Jugendliche läuft nicht gut.“ Die Angebote für Kinder würden hingegen gut nachgefragt, erklärt Dr. Wallbrecht. Und auch die Jungschar-Arbeit wächst. Eine Vision sei es, dass sich auch in kleinen Gemeinden ein aktiver Kreis von Jugendlichen findet, so Dr. Wallbrecht. Die Zusammenarbeit der Gemeinden nennt er als weiteres Ziel. Finanziert wird das Jugendwerk vom Kirchenbezirk - 116 000 Euro werden jährlich investiert.
Um die Zusammenarbeit von Kirchengemeinden geht es auch bei der Neueinteilung der Distrikte - ein weiterer Tagesordnungspunkt bei der Bezirkssynode. Die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden und der Pfarrerschaft innerhalb der Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Gmünd sei erschwert gewesen, da die Kirchengemeinden Weststadt und Martin-Luther-Kirche nicht zum Distrikt Schwäbisch Gmünd gehörten, erklärt Dekan Immanuel Nau. Nun gibt es nur noch vier statt bisher fünf Distrikte. Bei der Bezirkssynode soll nun diese Neueinteilung beschlossen werden. Die Kooperation unter den Pfarrern habe den Vorteil, so Dr. Friedrich Wallbrecht, dass diese, sollten sie vertretungsweise einmal in einer anderen Gemeinde einen Gottesdienst abhalten, bei den Kirchenbesuchern bekannt sind.
Weiter wird bei der Synode der Nachfolger für den bisherigen Vorstand Erich Distel gewählt. Vorgeschlagen wird hierfür Kirchenbezirksrechner Joachim Richter. Dekan Nau spricht von einer gesellschaftlich wichtigen Einrichtung. 2007 fanden beispielsweise 12 810 Gespräche statt. Vor allem Psychische Krankheiten sowie Partner- und Familienprobleme seien Beweggründe für die Anrufe. Weitere Punkte auf der Tagesordnung: „Kirche und Homosexualität“ (Info zum Prälaturbeauftragten, Pfarrer Metzger, Aalen); Prüfungsbemerkungen der Rechnungsprüfung 2003 bis 2007; Nachwahlen in den Kirchbezirksausschuss.

Beginn der Synode ist um 17 Uhr. Zuvor besteht ab 16.30 Uhr die Möglichkeit zur Besichtigung des Paulushauses.
 
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