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Freitag, 12. März 2010
Fußball, Oberliga: Stark gefährdet ist das Heimspiel des FCN am morgigen Samstag um 15 Uhr gegen die TSG Weinheim
Schneeballschlacht, oder doch um Oberliga-Punkte kicken – das ist einmal mehr die Frage der Woche. Nach den neuerlichen Schneefällen ist das Heimspiel des FC Normannia Gmünd gegen die TSG Weinheim stark gefährdet. Die Verantwortlichen im Schwerzer wollen alles versuchen, um die Begegnung durchführen zu können. Von Patrick Tannhäuser
„Es wird erwogen, morgen um die Mittagszeit, gegebenenfalls auch die Spiele der Oberliga Baden-Württemberg sowie der Verbandsliga der Herren und Frauen komplett abzusagen. Die nachfolgenden Staffeln werden dann ebenfalls über Spielabsetzungen entscheiden“, das war am gestrigen Nachmittag auf der Internetseite des Württembergischen Fußballverbandes zu lesen. Nichts Neues in den letzten Wochen. Der erneute Schneefall stört den Spielbetrieb auf den Fußballplätzen im ganzen Land erheblich. Dabei waren die Verantwortlichen der Normannen in den letzten Tagen sehr zuversichtlich, dass endlich das erste Spiel nach der Winterpause absolviert werden könnte. „Am Mittwoch war der gesamte Platze sowie die Zuschauerränge frei, die Stadionzeitung fertig“, so
FCN–Trainer Lothar Mattner. Der Optimismus war groß, endlich kicken zu dürfen. Seit gestern ist die Situation schon wieder eine andere – aber aufgeben wollen die Macher der Normannen trotzdem noch nicht. „Wir werden versuchen den Platz frei zu bekommen“, so Presse-Vorstand und Spielleiter Claus-Jörg Krischke. Die Chancen reguläre Verhältnisse herstellen zu können, sieht Krischke allerdings nicht mehr so groß. Auf „
30 Prozent“ beziffert er die Möglichkeit der Durchführung der Partie.
Ein Umstand, der Trainer Mattner nicht gerade jubeln lässt. „Wenn man vermeintlich auf ein Ziel hinarbeitet und es sich regelmäßig in Luft auflöst, ist das natürlich frustrierend. Es soll endlich losgehen“, spricht der Coach wahrscheinlich auch seinen Spielern aus der Seele, die sich jetzt bald zehn Wochen in der Vorbereitung befinden. Ob nun gegen Weinheim angepfiffen werden kann, oder nicht – die Normannen wollen gerüstet sein. „Weinheim hat es schon im Hinspiel gezeigt, das ist eine super Mannschaft“, erklärt Mattner. Auf Platz fünf steht die
TSG derzeit zwei Punkte vor den Gmündern, hat allerdings auch ein Spiel mehr absolviert. Einmal durften die Weinheimer in diesem Jahr schon ran und ließen mit dem
3:
0-Sieg in Kehl gleich aufhorchen. Die
TSG sei eine Mannschaft, die mit aller Macht ihr Tor verteidigt und es gut verstehe Nadelstiche zu setzen, hat Mattner ausgemacht. Erfolgreich und effizient ist das Team mit seiner Nadelstich-Taktik. Nur
24 Treffer bei
19 Spielen müssen die Gegner nicht vor einer starken Offensivkraft zittern lassen. Wesentlich gefährlicher präsentierten sich die Normannen in vorderster Grund. „Wir wollen Spiele dominieren und bestimmen“, sagt Mattner. Diese Einstellung kommt dem Kontrahenten, der sich auf seine Defensivstärke verlässt, entgegen. An dieser Stärke möchte Mattner mit seinem Team auch noch arbeiten. Zu viele Gegentreffer hat der Trainer in der Hinrunde ausgemacht. „Es war unser Ziel am Ballgewinnspiel zu arbeiten“, so der A-Lizenz-Inhaber. Umsetzen konnten die Normannen diese Zielsetzung nur bedingt, die Platzverhältnisse machten es einfach nicht möglich.
So muss – falls gespielt werden kann – eher mit einem Kaltstart gerechnet werden. Dabei werden mit Sicherheit zwei Akteure, neben den Langzeitverletzten, fehlen: Frank Kinkel und Daniel Glück. Während Glück noch seine Sprunggelenksverletzung auskuriert, ist Kinkel beruflich stark eingebunden und war zudem vor kurzem noch krank. „Ich habe mit ihm gesprochen. Er will nächste Woche wieder ins Training einsteigen“, sagt Mattner über den Ist-Stand bei seinem Routinier in der Defensivabteilung. Noch leicht angeschlagen ist Keeper Matthias Gruca, der aber auflaufen könnte.
FC Normannia: Gruca, Focali – Fröhlich, Göhl, Kasunic, Leichtle, Catizone, Mangold, Greco, Bergheim, Molinari, Grampes, Faber, Stöppler, Römer, Can, Tolbert, Krätschmer.
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