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» Sport | Freitag, 12. März 2010

Volleyball, Regionalliga: Der SSV Ulm klebt der DJK noch an den Fersen — Lisa Denzinger trifft auf alte Mitspielerinnen

Während die Teams aus Villingen und Stuttgart mehr oder minder über dem Rest der Liga schweben, kommt es am morgigen Samstag (18 Uhr) in der Römersporthalle in Straßdorf zum eher irdischen Duell um Tabellenrang drei. Dabei kämpft das Team der DJK nicht nur gegen die schwache Rückrunden-​Heimbilanz, sondern auch gegen alte Weggefährtinnen. Von Matthias Bolsinger

Neunmal gewonnen, sechsmal verloren. So lautet die bisherige DJK–Bilanz. Sehr ordentlich, ja sogar sehr zufriedenstellend, wenn man den Verantwortlichen glaubt. Einmal gewonnen, dreimal verloren. Schaut man sich diese Zahlen an, erscheint die Bilanz in im Licht der Rückrunde schwach. Dabei spielten die Gmünderinnen nur einmal auswärts. Gegen die Konkurrenz aus Stuttgart setzte es, was durchaus zu erwarten war, eine 1:3-Niederlage. Doch die Heimschlappe gegen den VfB Ulm (2:3) war da schon ganz anderen Charakters. Erst der klare Sieg vor dem Ballmania-​Publikum gegen die VSG Mannheim-​Käfertal machte der Rückrunden-​Misere ein Ende.
Als wäre die DJK zu Hause schon immer so dominant aufgetreten, ließ sie den Gästen in der Großsporthalle nicht den Hauch einer Chance. Auf heimischen Parkett geht’s auf und ab, was der Trainerin nicht behagen kann. Mit dem nächsten Gegner kommt gleich ein weiterer harter Prüfstein für die DJK–Stabilität in die Straßdorfer Römersporthalle: Der SSV Ulm belegt, punktgleich mit der DJK Gmünd, den vierten Tabellenrang, gab im letzten Spiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht Heidelberg einen Satz ab.
Noch vor wenigen Jahren schien den Ulmern die Regionalliga wie eine Untiefe. Damals, im Jahr 2003 und noch unter dem Namen „SSV Ulm ALIUD PHARMA“, sicherten sich sie sich zunächst den DVV-​Pokal, triumphierten darauf sogar noch in der 1. Bundesliga und wurden deutscher Meister. Nach dem Double ging’s jedoch schnell bergab. Der Jubel: eine Momentaufnahme. Der Ruhm: bald verflüchtigt. Bereits im Jahr 2005 ging der Verein wieder als SSV Ulm 1846 an den Start, heuer gehört das Team zu den üblichen Verdächtigen in der Regionalliga. Kein Hauch mehr vom großen internationalen Volleyballparkett.
„Ich bin einfach nicht mehr weitergekommen“, begründete Lisa Denzinger vor Saisonbeginn ihren Wechsel von ebendiesem SSV hin zur DJK Gmünd. Eine lange Bekanntschaft mit Carmen Feistritzer und Unsicherheit, was wohl in Stuttgart auf sie warten würde, erleichterten die Entscheidung. Die Studentin gehört bereits zum Stammpersonal unter Feistritzer und möchte am kommenden Samstag gegen ihre alten Weggefährtinnen kräftig punkten.
Dafür kann die Trainerin fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig Lisa Federsel wird wohl nicht komplett fit sein. Die Außenangreiferin weilte in Damüls bei einem Ski– und Langlauflehrgang für ihr Sportstudium und wird sich am Wochenende mit schweren Beinen warm machen müssen.
 

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