Alle sechs Autohäuser freuten sich über unverhofft großes Interesse an der Gmünder Automeile
Die Prognosen waren eher düster, die Erwartungen an die Gmünder Automeile freilich bereits am Samstag übertroffen: Brigitte Wagenblasts Fazit „Volles Haus, voller Erfolg“ war gestern Abend wörtlich oder sinngemäß in allen sechs Häusern zu hören.
SCHWÄBISCH GMÜND
(bt). Im Autohaus Mulfinger tat sich Niederlassungsleiter Blazenko Vrbat recht schwer mit der Bewertung der Vorlieben seiner Kunden – doch ganz gleich, ob nun Mini oder
BMW das Rennen machten, „unsere Erwartungen wurden übertroffen“. Um in der
BMW–Sprache zu bleiben: Der ganze Tag machte Freude, daran ließ Vrbat keinen Zweifel. Und die unerwartet zahlreich erschienenen Besucher zeigten wohl nicht nur Freude am Fahren, sondern eben auch an den Modellen und entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten – fast mehr noch als am Celentano-Double, oder dem Pokerspiel, dem exzellenten Catering oder dem Kinderprogramm, für das der Sterntaler-Schulkindergarten verantwortlich zeichnete. Am Samstag wurden viele Gebrauchte verkauft, auch ein neuer Renault, am Sonntag freilich blieb nur Zeit, erste Kontakte zu knüpfen und „richtige“ Beratungstermine zu vereinbaren. Wenn sich’s der Chef recht überlegte: Der
BMW X
1, ganz klar, kein anderes Mulfinger-Auto hat an diesem Wochenende so viele begeistert. Diese
14. Automeile, so Vrbat, sei eine „wertige Veranstaltung“, ein denkbar guter Start in die Saison, zu der die „Wettbewerber“ und Kollegen entsprechend beitrügen.
Freundliche, vor allem aber sehr zufriedene Kommentare auch in den anderen Häusern, die sich unter anderem über das Interesse freuten, das OB Richard Arnold zeigte. Für Mercedes Benz sprach Marketingfrau Eva Widmann von einer Niederlassung, die kaum viel mehr Menschen hätte aufnehmen können. Insbesondere als die Formel
1 auf Großleinwand übertragen wurde, direkt neben dem noch
2009 von Lewis Hamilton gefahrenen Renner, drängten sich hier die Fans schneller und schöner Autos und verfolgten, wie Fernando Alonso sich den Sieg sicherte. Während sich vor allem die jungen Leute am Fahrsimulator oder an der Torwand vergnügten, interessierten sich die Volljährigen für die Aktionsmodelle der A-, B– und C-Klasse, die Jahreswagen oder die „Jungen Sterne“, also die Gebrauchtwagen mit einem besonderen Qualitätssiegel. Alle gemeinsam begeisterten sich für Fahrten auf dem Geländewagen-Parcours und fanden das neue, noch immer verhüllte Cabrio der E-Klasse unwiderstehlich, das erst am
27. März vorgestellt wird – ausgewachsene Männer versuchten wie kleine Buben, einen Blick unter ein Planen-Eck zu werfen.
Von
10 Uhr, als der „erste Schwung“ begrüßt wurde, bis spät in den Nachmittag hinein kümmerten sich auch Porsche-Geschäftsführer Markus Neu und sein Team gestern um deutlich mehr Besucher als erwartet. Vor allem über viele fremde Gesichter habe man sich gefreut, so Neu über Fans, die sich der Faszination Porsche nicht entziehen konnten. Während die Kleinen selbst Rennen fuhren, galten insbesondere dem Panamera oder dem Boxster Spider sehnsüchtige Blicke. Auch hier konnten gestern keine Angebote berechnet werden, doch zahlreiche Bitten um Gesprächs– und Beratungstermine sorgten für ausnehmend gute Stimmung. Markus Neu versicherte zudem, entscheidend sei es in seinem Haus, die Philosophie der Hahn-Gruppe zu transportieren, sprich auf familiäre Atmosphäre und die Nähe zum Kunden zu setzen.
Bei Auto Staiger erklärte Birgit Fischer, Verkaufsleiterin Neuwagen, diese Tage der Automeile ermöglichten es den Menschen, unbefangen in jedem Haus alle Modelle zu begutachten. Der Verkauf sei dabei gar nicht entscheidend, wichtig sei es, ein volles Haus zu haben, Lust zu machen aufs Fahren in der neuen Saison und nicht zuletzt auch „den Käufern von Morgen“ eine schöne Zeit zu schenken. Das Spanferkel wurde von
5 Uhr morgens an zubereitet und war dann ratzfatz verspeist. Die Petticoat dance
& friends, die unter der Leitung von Sabine und Dieter Schneider ihre aufwändige Queen-Inszenierung zeigten, sahen toll aus und tanzten Klasse, was ebenfalls dazu beitrug, dass sich das Jungvolk wohl fühlte. Die Großen wiederum fühlten sich von den Sondermodellen Opel Insignia und Corsa Color Line angesprochen, vom neuen Chevrolet „Spark“ gar nicht zu reden.
Markus Sorg vom gleichnamigen Autohaus Sorg sah sich in mehreren Ansätzen bestätigt: Seine Fabia-Kurzzulassungsaktion kam ebenso gut an wie die RC-Car-Modellbauausstellung mit Fahrsimulator und Helikoptervorführungen. Sorgs Bilanz: „Starke Nachfrage, interessante Gespräche“; die Besucher hätten Lust auf Autos gezeigt, und das mache allen Beteiligten Freude.
Das Autohaus Wagenblast war um
16 Uhr, als Schluss sein sollte, so rappelvoll, dass an ein Ende der Bewirtung, des Unterhaltungsprogramms und natürlich der Kundeninformation nicht zu denken war. Werner Mack, Niederlassungs– und Verkaufsleiter, und Chefin Brigitte Wagenblast sprachen vom enormen Interesse an der gesamten Palette – vom Polo bis zum Mulitvan: „Die Abwrackprämie ist vergessen“. Auch wenn gestern kein Zeit blieb für Abschlüsse: „So positiv wie die Leute auf Qualität und Angebote reagiert haben, können wir glücklich sein“. Auch hier also nichts als Freude an der Automeile – der „ersten Veranstaltung rund ums Auto nach der langen Winterzeit“.
Noch keine Kommentare vorhanden.