Erste Mitgliederversammlung 2010 des SPD-Ortsvereines Lindach im Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins
Zu einer ersten Mitgliederversammlung 2010 traf sich der SPD–Ortsverein Lindach im Vereinsheim des KTZV Lindach. Ortsvereinsvorsitzende Annemarie Thamm begrüßte auch die Stadträte Wolfgang Greil und Konrad von Streit. Sie sollten die Anwesenden aktuell über die Arbeit im Stadtrat und die aktuellen Gegebenheiten informieren.
GMÜND-LINDACH
(pm). Stadtrat Greil ging zunächst auf das vorgesehene Bildungszentrum für Lindach ein. Nach dem Verlust der Hauptschule ist diese neue Form der Kooperation zwischen Schule und Kindergarten unter einem Dach für Lindach projektiert worden und hat Modellcharakter.
Im Haushalt
2010 sind entsprechende Mittel zur Umsetzung eingestellt und Greil geht davon aus, ohne den Haushaltsberatungen vorgreifen zu wollen, dass das Projekt so schnell wie möglich realisiert wird. Auch Oberbürgermeister Richard Arnold hat das Projekt in seiner Haushaltsrede ausdrücklich angesprochen. Als nächstes ging Greil auf die aktuelle Haushaltssituation der Stadt Schwäbisch Gmünd ein. Der Haushalt
2010 sei ein schwerer Brocken und auch für die kommenden vier Jahre sehe es nicht rosig aus, was die Verschuldung angehe. Greil stellte aber klar, dass es keine hausgemachten Probleme seien, sondern dass die Finanzkrise, verbunden mit der Weltwirtschaftskrise, den Kommunen stark einbrechende Gewerbesteuereinnahmen bescherte. Aber auch die Mittelzuweisungen von Land und Bund gingen deutlich zurück.
Über den aktuellen Stand der Landesgartenschau berichtete Stadtrat Konrad von Streit. Leider wurde aufgrund der finanziellen Situation der Umfang in Teilprojekten zurückgefahren. So hört das grüne Band jetzt bereits bei der Waldstetter Brücke auf und zieht sich nicht, wie ursprünglich geplant, bis zum Zeiselberg. Andererseits verlagert sich die Landesgartenschau bis nach Wetzgau beziehungsweise zum Schönblick. Inwieweit das von OB Arnold angedachte bürgerschaftliche Engagement in verschiedenen Bereichen zum Tragen kommt, bleibt abzuwarten. Finanziell stellt die Landesgartenschau eine gewaltige Aufgabe dar, letztendlich bietet sie aber auch eine große Chance für die zukünftige Entwicklung der Stadt, die genutzt werden soll.
Erhebliche Sicherheitsbedenken wegen der Gaspipeline
Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde das in Lindach brisante Thema der Ethylen-Pipeline angesprochen. Neben betroffenen Grundstückseigentümern hat sich hier inzwischen eine Interessengemeinschaft der an die Pipeline angrenzender Bewohner gebildet.
Die Mitgliederversammlung teilt die Sorgen der Betroffenen hinsichtlich deren Sicherheitsbedenken. Insbesondere neuere Gutachten von renommierten Instituten, wie zum Beispiel der Bundesanstalt für Materialforschung, zeigen ein deutlich höheres Gefährdungspotential auf, als das bisher von Seiten der Betreiberfirma angegebene.
Die betroffenen Anwohner fordern deswegen einen Mindestabstand von
750 Meter zur Wohnbebauung. Insofern muss alles mögliche unternommen werden, um einen ausreichenden Mindestabstand der Trassenführung zur Ortsbebauung zu erreichen. Stadtrat Greil wies darauf hin, dass die Stadt in Verhandlungen mit dem Betreiber hinsichtlich der Trassenführung ist. Ebenso werde die Stadt keine Vereinbarung mit dem Betreiber unterzeichnen, solange in diesem Bereich keine Klärung stattfindet.
Nachdem aus dem Kreis der Anwesenden noch zahlreiche Fragen an die Stadträte gestellt wurden, bedankte sich Thamm für die aktuelle Darstellung aus erster Hand.
Zum Schluss berichtete die Ortsvereinsvorsitzende noch über Aktuelles und Anstehendes aus dem Ortsverein, bevor sie die Versammlung mit dem Dank an die Anwesenden für deren Kommen und Diskussionsbeiträge schloss.
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