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» Sport | Montag, 15. März 2010

Volleyball, Regionalliga: Damen zementieren mit einem 3:0-Sieg den dritten Rang

Gegen ein wenig enttäuschende Gäste aus Ulm behielt die DJK Gmünd im Duell um Tabellenrang drei letztlich immer die Oberhand und siegte verdient mit 3:0. Dem SSV Ulm ging an den Satzenden meist die Luft aus und beugte sich der größeren Klasse der DJK. Nicht ganz ohne Murren. Von Matthias Bolsinger

Allzu kreativ zeigten sich die Gäste nicht. Schnörkellose Angriffsversuche über die hoch gewachsene Judith Basler sollten meistens den Erfolg bringen. Was hin und wieder auch zu Punkten führte, erwies sich langfristig als zu einfach. Technisch überlegen und viel variabler gestaltete hingegen die DJK ihr Spiel und bot somit das erfolgreichere Gegenbild zum eher durch Kraft geprägten Spiel der Ulmerinnen. Diese, so befand DJK–Trainerin Carmen Feistritzer nach dem Spiel, „waren einfach nicht so präsent.“
Nicht so präsent wie die DJK. Zwar brauchten Gmünds Volleyballerinnen zunächst einige Ballwechsel, um auf Betriebstemperatur zu kommen, kamen dann aber immer besser ins Spiel und zu klareren Aktionen. Auf der anderen Seite des Netzes misslang der Start kräftig. Als Torsten Zimmermann beim Stand von 15:7 seine Schützlinge in der bereits zweiten SSV–Auszeit aufrütteln wollte, war der Satz fast schon gelaufen. Hatte sich der SSV bis dahin noch zu viele einfache Fehler geleistet, drehte er daraufhin aber noch einmal auf. Mit einem Mal durchbrachen die kraftvollen Angriffe den Gmünder Block. Bis auf einen Punkt kam Ulm heran (21:20), fiel aber wieder zurück ins alte Fehlermuster. Zwei SSV–Aufschlagfehler innerhalb kürzester Zeit begünstigten den Satzgewinn der engagierten DJK–Spielerinnen (25:22).
In Satz zwei heftete sich der SSV von Beginn an an die Fersen der Gastgeberinnen, die ihr Heil zu oft in technisch schwierigen Bällen suchten, damit aber weitaus weniger Erfolg hatten als mit geradlinigem Spiel. Bianka Rößler wehrte für die DJK zwei Matchbälle ab, ehe erneut ein Ulmer Aufschlagfehler nach einer guten Stunde Spielzeit den Satz mit 28:26 für die Gmünderinnen unter Dach und Fach brachte.
Eines freute Carmen Feistritzer ganz besonders: Im dritten Satz drehten ihre Spielerinnen einen beträchtlichen Punkterückstand. „Das war in den letzten Wochen ja eher anders herum gewesen“, gestand sie lächelnd. Der Beginn des dritten Satzes war auf DJK–Seite Pannen durchsetzt. Schnell führte der SSV mit 12:6. Feistritzer brachte Monika Buchner für Spielführerin Sabrina Höger, ehe die DJK – ebenso schnell wie sie ins Hintertreffen geraten war – zum Ausgleich kam (18:18). SSV–Coach Zimmermann, mürrisch ob der Schiedsrichterleistung (siehe nebenstehender Artikel) konnte auch mit einer Auszeit nicht mehr den Gmünder Express stoppen, der geradewegs in Richtung Sieg rollte. Lisa Denzinger, gegen ihre ehemaligen Mitspielerinnen besonders motiviert, meist stark und nur manchmal etwas unglücklich agierend, besiegelte mit einem Angriff zum 25:23 den verdienten Gmünder Sieg. Dieser sichert der DJK zunächst den dritten Tabellenplatz in der Regionalliga. Doch die kommende Aufgabe ist fast eine unlösbare: In Villingen bittet der Dominator der Liga die Gmünderinnen zum Duell.
DJK Schwäbisch Gmünd: Höger, Merinsky, Tischer, Rößler, Denzinger, Hartwich, Buchner.
 

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