World-Vision-Mitarbeiter auf dem Schönblick: Vorbildhaftes Engagement einer ganzen Stadt
Allen Anwesenden stand die pure Freude ins Gesicht geschrieben, als Martin Scheuermann einen Scheck über stattliche 36.321,55 Euro an World Vision überreichte.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Scheuermann blickt voll Dankbarkeit auf die gelungene Benefizgala für Haitis Kinder Anfang Februar diesen Jahres zurück: „Ich freue mich sehr, dass die Idee von Musiker und Gesangslehrer B. Free so schnell und unkompliziert umgesetzt werden konnte“. Es sei wirklich ermutigend, dass eine solche Hilfsinitiative auf so breiter Basis Wirkung gezeigt habe. So habe beispielsweise Oberbürgermeister Richard Arnold sehr schnell die Schirmherrschaft zugesagt, die Presse habe das Anliegen wirkungsvoll unterstützt. Bereits am zweiten Tag hat die
KSK Ostalb einen Scheck über
5000 Euro zugesichert. Einzelpersonen und Initiatoren griffen die Idee auf. Beispielsweise sammelten der Kindergarten Coloman und die Friedensschule Rehnenhof fleißig für die Erdbebenopfer. Viele andere überkonfessionelle Organisationen klinkten sich ein – wirkungsvolles Miteinander für Haitis Erdbebenopfer.
Auch Musiker B. Free war begeistert: „
150 investierte Arbeitsstunden haben sich mehr als gelohnt!“. Licht– und Tontechnik, Raum und Plakate für die Benefizgala wurden kostenlos zur Verfügung gestellt. „Ich hatte innerhalb weniger Tage mehr Künstler, die ihre Unterstützung zusicherten, als in ein
4-Stunden-Programm passen“ – erinnert sich der Gesangslehrer der christlichen Gemeindemusikschule.
Feuer gefangen hat auch Sibylle Faifel vom Rehnenhof. Die Hausfrau und Mutter von zwei Kindern hat eine Schuhkarton-Aktion ins Leben gerufen, die hinsichtlich Organisationsaufwand und Ausmaß an „Weihnachten im Schuhkarton“ erinnert. „Ich hatte keine Ahnung worauf ich mich einlasse – die Leute haben mir das Haus eingerannt“ bemerkt sie lachend. Insgesamt kamen ca.
1400 Kartons zusammen – liebevoll verpackt, viele von Kindern bemalt, mit Handabdrücken verziert oder auch mit kleinen englischen Botschaften beschrieben. Viele Gmünder haben die Gelegenheit genutzt um ganz praktisch Not zu lindern und zu zeigen: Wir verschließen unsere Augen nicht vor den Nöten dieser Welt – wir werden aktiv. Auch viele Gmünder Firmen haben durch Sachspenden zum Füllen der Kartons beigetragen; besonderer Dank ging an Alexandra Wahl, Alexandra Drescher und Anita Krämer für ihre großartige Unterstützung. Auch Oliver Müller (World Vision) zeigte sich beeindruckt ob der Gmünder Hilfsbereitschaft: „Das war die größte private Spendenaktion hinsichtlich des zeitlichen Rahmens und der Spenden innerhalb der letzten
15 Jahre für World Vision – Hut ab!“ Auch Schönblick Verwaltungsleiter Schwemmle war begeistert, dass von den
135 eingegangen Buchungen ca.
120 aus privaten Haushalten stammen. Eindrücklich ist auch, dass nach der Gala als Höhepunkt der Spendenaktion weitere
10 000 ¤ eingingen.
Haiti hat die Hilfe nach wie vor bitter nötig: Viele Menschen kommen zurück in die Hauptstadt, einfache Übergangshäuser müssen sinnvoll geplant und errichtet werden, Notunterkünfte betreut werden. Besonderes Augenmerk legt World Vision dabei auf Auffangstationen für Kinder. Hier bieten Fachkräfte gezielt Unterstützung an: von Schulunterricht bis hin zu Traumabearbeitung. Eltern und Kinder können wieder zusammengeführt werden. Derzeit unterhält World Vision sieben solcher Centren. Das Kinderhilfswerk hat seit Jahrzehnten Erfahrung in der weltweiten Katastrophen– und Entwicklungshilfe und ist geprüft und empfohlen. Und die Ziele sind hochgesteckt: „Wenn wir in fünf Jahren da sind, wo wir vor dem Erdbeben waren, dann haben wir versagt. Erbeben töten nicht – schlechte Häuser töten“. Es soll nicht werden wie es war, es soll besser werden; „es ist begeisternd, dass Schwäbisch Gmünd dazu beiträgt“
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