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Mittwoch, 17. März 2010
Motorsport: Werner Belzner feiert Geburtstag und schaut auf lange Funktionärslaufbahn zurück
(hagü). Eine im Motorsportgeschehen weit über die Kreisgrenze bekannte Persönlichkeit begeht heute ihren 70. Geburtstag. Werner Belzner aus Spraitbach, der für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten schon mehrfach ausgezeichnet wurde.
Belzner wurde
1940 in Crailsheim geboren.
1946 kam er, elternlos, mit seinem Bruder nach Gmünd ins Landeswaisenhaus. Später lebte er bei einer Pflegefamilie.
1963 heiratete er und zog nach Heuchlingen. In Spraitbach wohnt er nunmehr seit über
40 Jahren und hat mit seiner Frau drei Töchter groß gezogen. Mittlerweile ist er zweifacher Opa.
Da er schon immer Motorsport interessiert war, trat er
1971 dem Auto– und Motorsportclub Gmünd bei. Zunächst als Fahrer in verschiedenen Kategorien. Bereits nach fünf Jahren Mitgliedschaft und ersten Erfahrungen organisierte er selbstständig seine erste Veranstaltung, eine Orientierungsfahrt über
120 km. Er war also einer der Männer, die hinter den Kulissen die Fäden zogen. Im Zuge der Sprengelmeisterschaft Ostalbkreis folgten weitere Orientierungsfahrten, Automobilturniere, Slaloms und Clubrallyes. Bedingt durch einen Unfall beendete er
1979 seine aktive Laufbahn und verschrieb sich von nun an der Organisation von Motorsportveranstaltungen.
1981 wurde Werner Belzner zum Sportleiter des AMC gewählt und gab dieses Amt
1987 aus Zeitgründen wieder ab.
Weil ihm die Auswertungen von Veranstaltungen nicht immer zusagten, kaufte er sich bereits
1986 einen
PC und stieg mit einem selbst entwickelten Programm in die Auswertung ein. Bis
2005 führt er im Kreis fast alle Wertungen von Motorsportveranstaltungen durch.
1989 stellte er die Verwaltung des
240 Mitglieder starken AMC Gmünd auf EDV um und führte diese noch bis vor drei Jahren.
Nachdem er
1981 auch eine Internationale Rallyeleiter-Lizenz und eine Nationale Sportkommissar-Lizenz erhielt, wagte er sich
1982 an seine erste Großveranstaltung. Er rief die erste ADAC-Einhornrallye ins Leben, die drei Jahre in Folge unter seiner Regie veranstaltet wurde. Da der Aufwand einer solchen Veranstaltung für einen einzelnen Ortsclub zwischenzeitlich zu groß wurde, gründete er mit den umliegenden ADAC-Ortsclubs eine Veranstaltergemeinschaft, die jährlich die „Rallye Ostwürttemberg“ durchführte.
1991 endete dann diese Serie, die ab
1998 unter Regie seines Schwiegersohnes Dietmar Fuchs als Ost-albrallye durchgeführt wird. Auch hier steht er den Organisatoren heute noch mit seiner Computer-Auswertung zur Seite.
Bereits
1991 wurde ihm für die Verdienste die Clubehrennadel in Gold mit Brillanten verliehen. In den Jahren
1999 und
2000 wurde er aufgrund seiner langen Erfahrungen in den Arbeitskreis Automobil-Slalom zur Optimierung und Koordinierung von Veranstaltungsserien beim ADAC berufen.
Doch nicht nur Zahlen und Fahrzeiten sind sein Metier, sondern als Redakteur der AMC-Clubzeitschrift „Der Scheinwerfer“ war er mehr als
15 Jahren aktiv.
1999 wurde er aufgrund seiner langwährenden Mithilfe im AMC Gmünd zum jüngsten Ehrenmitglied ernannt.
Werner Belzner, der beim AMC Gmünde
30 Jahre organisierte, erhielt vom ADAC in München die höchste Auszeichnung, die der Club an Funktionäre vergibt. Anlässlich der Ehrungen für Motorsportler und Sportwarte des ADAC Württemberg
2001 wurde Werner Belzner als erster Sportwart im Ostalbkreis mit der höchsten Stufe, der Ewald-Kroth-Medaille in der Ausführung „Gold mit Lorbeer“ für über
25-jährige herausragende organisatorische Verdienste um den Motorsport, geehrt.
2006 wurde sein Tatendrang jäh gebremst. Er musste sich einer Herzoperation unterziehen und daher stark zurückstecken. So gab er nach und nach seine Ämter im AMC an jüngere Funktionäre ab. Um dem Trubel zu entgehen, aber auch zur Entspannung, verbringt er seinen
70. Geburtstag mit seiner Frau auf Gran Canaria.
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