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» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 17. März 2010

Spitze des ZFLS-​Betriebsrats wehrt sich gegen Vorwürfe der IG Metall und reicht gleichzeitig die Hand zur Zusammenarbeit

Gleich nach der Wahl mochten sie’s noch nicht kommentieren – im Gegensatz zur IG Metall. Gestern besuchte die Spitze des neuen ZFLS–Betriebsrats die Rems-​Zeitung, um Vorwürfe der Gewerkschaft richtig zu stellen – und zugleich die Hand zur Zusammenarbeit zu reichen. Von Manfred Laduch

SCHWÄBISCH GMÜND. Es gehe nicht an, dass der Erste Bevollmächtigte der IG-​Metall, Roland Hamm, den Eindruck erwecke, die Fraktion der „ZFLSler“ wünsche keine Zusammenarbeit mit der IGM-​Fraktion und verweigere dies sogar, wehren sich der Vorsitzende Harald Brenner und sein Stellvertreter Elmar Kluske gegen „Unterstellungen und Diffamierungen“. Man sei sehr wohl im Gespräch mit den Kollegen, habe dieses lediglich auf die Zeit nach der Konstituierung des Gremiums terminiert.
Man habe die Tatsache, dass die IGM bei der Vorstandswahl keine eigenen Kandidaten aufgestellt habe, als Zeichen gewertet. Außerdem habe es seit November Bemühungen gegeben, alle IGM-​Mitglieder im Betriebsrat zusammenzuführen. Unter nicht immer ganz nachvollziehbaren Umständen habe dies regelmäßig zu keinem Ergebnis geführt.
„Nun eine gemeinsame IGM-​Fraktion unter Zeitdruck und mit einem Ultimatum im Rücken zu formen, ist nach den Vorkommnissen der vergangenen Jahre so nicht zu bewältigen“, kritisieren Brenner und Kluske: „Der Blick von unserem 1. Bevollmächtigten aus Aalen nach Gmünd scheint in diesem Fall etwas getrübt zu sein, sonst wäre wohl längst klar, dass Sacharbeit – und dies unter Einbeziehung aller IGM-​Mitglieder – möglich ist.“
Machtpolitik vor Sacharbeit, Spaltung vor gemeinsamer Interessenvertretung, dies enttäusche die Beschäftigten, so die Aussage von Roland Hamm. „Und damit hat er zu 100 Prozent Recht“, erklären die beiden Vorstandsmitglieder. Dies aber als Devise der ZFLSler-​Gruppierung auszugeben, „ist eine Unterstellung und dagegen verwahren wir uns aufs Schärfste.“
„Diese ganze Differenzierung wäre
überhaupt nicht nötig gewesen“
Die Aussage, dass die ZFLSler sich im Betriebsratswahlkampf mit dem Prädikat „Mitglied IGM“ schmückten, entspreche der Wahrheit, stelle aber nur den Sachverhalt dar. Diese ganze Differenzierung, so Brenner und Kluske, wäre überhaupt nicht nötig gewesen, wenn der Bevollmächtigte beide Listen, wie von ihnen vorgeschlagen, unter der Flagge „IGM“ zugelassen und beide auch gleichmäßig unterstützt hätte. Im Übrigen habe dies sein Kollege in Berlin so gehandhabt und auch in Passau seien zwei IGM-​Listen akzeptiert worden.
Selbstverständlich sei es den ZFLSlern klar, dass es ohne eine starke Gewerkschaft nicht gehe und „wir wissen sehr wohl, dass hier unsere IG Metall der richtige Partner ist. Deshalb werden wir alle unsere Kraft in einen Schulterschluss zu einer gemeinsamen IGM-​Fraktion stecken und nicht mithelfen, dass aus Gräben Schluchten werden.“
Ansonsten, so erklärten Harald Brenner und Elmar Kluske gestern im Gespräch mit der Rems-​Zeitung, bitte man alle Beschäftigten der ZFLS um Verständnis, dass man nicht auf jede Provokation mit einer Richtigstellung reagieren könne.
„Denn“, so zum Schluss: „trotz aller anders lautenden Darstellungen müssen wir uns um Sacharbeit kümmern, an der übrigens alle Betriebsräte beteiligt sind – und dazu bedarf es keinerlei Stimulation von außen.“
 

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