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Sport |
Mittwoch, 17. März 2010
Tennis, Bezirksversammlung: Jugendwartin Yvonne Gutwein berichtet von einem positiven Trend im Nachwuchsbereich
(pm). In neuen Händen liegt die Führung des Bezirks 4. Nach vielen Jahren ehrenamtlicher Arbeit übergibt Volkmar Esser bei der Bezirksversammlung in Mögglingen den Vorsitz an Stefan Linke.
Volkmar Esser leitete im bis zum letzten Platz gefüllten Reichsadler in Mögglingen zum letzten Mal die Bezirksversammlung. Dazu konnte er als Gäste die WTB-Präsidiumsmitglieder Gerd Hummel und Peter Kotacka, den Verbandsreferenten für Schultennis, Christian Efler, und den Geschäftsführer Kurt Adam begrüßen. Der Sportkreis Ostalb wurde durch den stellvertretenden Sportkreisvorsitzenden Hans-Joachim Apel repräsentiert. Ein besonderer Gruß galt seinem Vorgänger, im Amt von
1978 bis
1991, Malte Dannenbaum aus Göppingen, und seinem damaligen „Vize“ Peter Biniek vom
TC BW Eislingen.
Christian Efler informierte über die Situation in der Kooperation von Sport und Schule. Der Bezirk
4 nimmt in der WTB-Statistik derzeit den letzten Platz mit den angemeldeten Kooperationen ein. Lediglich für
40 Kooperationen wurde die finanzielle Förderung von jeweils
360 Euro beantragt und genehmigt. Efler appellierte an die Vereinsvertreter, die noch bis Mai bestehende Möglichkeit zur Anmeldung wahrzunehmen, bietet doch die Kooperation Schule und Verein neben dem finanziellen Aspekt noch zusätzlich reichlich Möglichkeiten zur Requirierung neuer Jugendlicher für den Tennissport. Es wird durch die steigende Anzahl der Schulen, die auf Ganztagsbetreuung umstellen, von derzeit
20 auf
40 Prozent bis
2012, für die Vereine immer mehr zur Notwendigkeit, eine Zusammenarbeit mit den Schulen einzugehen, wenn die Jugendarbeit in den kommenden Jahren nicht der demographischen Entwicklung zum Opfer fallen soll.
Nach dem Geschäftsbericht des Bezirksvorsitzenden kann der Bezirk auf ein erfolgreiches Jahr
2009 zurückblicken. Die eindeutigen Schwerpunkte der Bemühungen des Bezirksteams lagen in der konsequenten Fortführung des „
2007 plus-Projekts“ zur Neustrukturierung der Jugendarbeit und der Aus– und Fortbildung von Trainern und Tennisassistenten zur Unterstützung der Vereine in ihren Bemühungen um Mitgliederbindung und Mitgliederwerbung.
Der Finanzbericht offenbarte eine ausgeglichene Bilanz. Trotz gravierender Kürzungen in den Zuwendungen vom Verband, konnten alle Aufgaben ohne Einschränkungen durch Mehreinnahmen aus Veranstaltungen finanziert werden.
In sportlicher Hinsicht konnte Yvonne Gutwein, Bezirksjugendwartin für Nachwuchsförderung und Turniere, den Jahresbericht des Vorsitzenden mit beachtenswerten Erfolgen belegen. Bei den Turnieren im Vergleich der acht Bezirke rückte die Bezirksauswahl von der fast schon traditionellen Position als Schlusslicht auf den zweiten Platz vor. Vier Kinder gehören dem WTB-Perspektivkader an. Auf besondere Erfolge dürfen Carolin Nonnemacher und Emanuel Hudelmaier mit dem Gewinn der baden-württembergischen Meisterschaft in ihren Altersklassen und weiteren guten Platzierungen auf verbandsübergreifenden Turnieren stolz sein. Der weiter gut fortschreitende Aufbau der Winterhallenrunde der Jugend und das immer breiter gefächerte Angebot von Nachwuchsturnieren im Sommer und im Winter im Kleinfeld und im Midcourt findet große Anerkennung und macht Tennis wieder zum Ganzjahressport. Auch die Bezirksmeisterschaften im Einzel und im Doppel liegen wieder im Aufwärtstrend. Tennis ist für die Jugend wieder attraktiver geworden!
Auch im Aktivensport steigt die Beteiligung wieder im zweistelligen Prozentbereich an, allerdings nur bei den Aktiven und der Altersklasse
30. Dagegen lassen die Seniorenklassen nach wie vor stark zu Wünschen übrig und sind in keiner Weise damit in Verbindung zu bringen, dass über
400 Bezirks-Teams dieser Altersstufen für die Verbandsspiele gemeldet sind. Hier bat der scheidende Sportwart Franz Muchel die Vereine um eine stärkere Motivation ihrer Mitglieder zur Teilnahme.
Malte Dannenbaum beantragte zunächst die Entlastung des Bezirksschatzmeisters und anschließend die des gesamten Bezirksrats. Beide wurden einstimmig erteilt. In seiner damit verbundenen Laudatio auf den scheidenden Volkmar Esser würdigte er noch einmal die großen und langjährigen Verdienste seines Nachfolgers. Mit lang anhaltendem Applaus bestätigte die Mitgliederversammlung die Würdigung und den Dank. Im Namen der Tennisjugend bedankten sich Bezirksjugendwartin Yvonne Gutwein und Bezirkstrainer Markus Knödel durch die Übergabe einer Fotomontage vieler ehemaliger Kaderspieler des Bezirks. In der Ära Esser wurden fast
1500 Jugendliche durch finanzielle und administrative Maßnahmen im Kadertraining gefördert, darunter auch Ex-Profi Charly Steeb.
Als Nachfolger von Volkmar Esser wurde Stefan Linke (Heidenheimer SB) einstimmig gewählt. Der Jurist, selbst passionierte Turnierspieler, gehört seit mehreren Jahren dem Rechtsausschuss des WTB an. Mit Hubert Wunderle (
TC Oberkochen) und Uli Heuschmid (
TSG Hofherrnweiler/TC Lauchheim) schlug der neue Bezirkschef zwei in der Bezirksarbeit erfahrene Kandidaten für die Ämter des Bezirkssportwarts und des Referenten für Öffentlichkeitsarbeit vor. Hubert Wunderle betreute von
2003 bis Herbst
2008 den Breitensport. Uli Heuschmid war von
1991 bis
1997 bereits schon einmal für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Die Versammlung folgte diesem Vorschlag und berief die beiden Kandidaten einstimmig in den Bezirksrat.
Der für
2010 vom WTB vorgegebene Etat wurde von der Versammlung abgenickt, da trotz einer weiteren Kürzung der WTB-Zuschüsse um
1000 Euro, keine Möglichkeit einer Verbesserung bestand.
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