Alexander Seiz reichte den Gmünder Gästen Apfelsäfte
Im Waldstetter Heimatmuseum wurde der Gmünder Obst– und Gartenbauverein gestern Abend mit einer ganz besonderen Verkostung verwöhnt.
WALDSTETTEN
(bt). Ungeachtet der
13 000 von Waldstettern Bürgerinnen und Bürgern ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden wurden fürs Heimatmuseum immer noch knapp
430 000 Euro ausgegeben. Dass der Verein in drei, vier Jahren dennoch schuldenfrei sein wird, voraussichtlich, zeigt, dass es sich hier tatsächlich um eine Ausnahmeeinrichtung handelt, vor allem aber, dass immer wieder Neues geboten wird und die halbe Gemeinde zum Rahmenprogramm beiträgt. Die Mitglieder des Obst– und Gartenbauvereins lernten gestern nicht nur Geschichte und Geschichten rund um Beindreherei, Perltäschchen und Waldstetter Pfeifen kennen, sie bewunderten auch die aktuelle Knopf-Ausstellung und ließen sich dann von Alexander Seiz mit ausgewählten Apfelsäften verwöhnen. Auch hier gab’s für alle, die Interesse zeigten, faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Und einen sehr ernst gemeinten Appell: Es reicht nicht, die ökologisch so wertvollen Streuobstwiesen unter Schutz zu stellen, das Obst muss auch verwertet werden. Was früher selbstverständlich war, buchstäblich wie das tägliche Brot, ist heute eher die Ausnahme. Alexander Seiz freilich war und ist der Erhalt der Streuobstwiesen wichtig.
1958 hat die Familie in einer Garage ihre Mosterei samt Waschanlage, Mühle und allererster Presse installiert. Zeitzeugen erinnern sich, dass in guten Jahren die bis zum geht nicht mehr mit Obstsäcken beladenen Anhänger hunderte Meter Straße vor der Mosterei in Beschlag nahmen, dass von
6 bis
20 Uhr ohne Unterlass gemostet wurde. Junior Alexander hat geschafft, was nur wenigen dieser Betriebe gelungen ist: Unter anderem mit neuen Techniken und neuen Produkten wie Apfelschaumwein sicherte er seiner Mosterei eine Zukunft.
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