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» Ostalbkreis | Freitag, 19. März 2010

Gmünd und Waldstetten blicken mit Stolz auf die Werkrealschule „Unterm Hohenrechberg“ mit Sitz in Waldstetten

Zahlreiche Gespräche wurden geführt, Konzepte wurden entwickelt, nun sind in Waldstetten und Gmünd alle gespannt, wie hoch die Anmeldezahlen an der Werkrealschule „Unterm Hohenrechberg“ sein werden. Von Nicole Beuther

WALDSTETTEN. „Die Startvoraussetzungen sind geschaffen“, so Michael Rembold. „Wenn man an einem Strang zieht, dann kommt ein gutes Ergebnis raus.“ Hervorgegangen ist die neue Werkrealschule aus einer Kooperation zwischen der Stadt Gmünd mit dem Ortsteil Straßdorf und der Gemeinde Waldstetten sowie der jeweiligen Hauptschulen.
Überall sei im Vorfeld das gemeinsame Miteinander spürbar gewesen, sagte Michael Rembold gestern im Rahmen eines Pressegespräches. Im Mittelpunkt der Gespräche sei stets das Wohl des Kindes gestanden, so der Waldstetter Bürgermeister. Maßgebliches Ziel sei zudem der Erhalt der Hauptschulstandorte Waldstetten und Straßdorf gewesen.
Bürgermeister Dr. Joachim Bläse sprach von einem attraktiven Angebot, das den Schülern zur Verfügung stehe. Auch den Eltern müsse dies signalisiert werden. Möglich gewesen sei die Kooperation nur, weil auch die Ortschaftsräte von Anfang an überzeugt von diesem Konzept gewesen seien. Bläses Dank galt auch Karin Schüttler, die als Leiterin des Gmünder Schul– und Sportamtes die verwaltungstechnische Arbeit in die Hand genommen hat.
Schulleiter Wolfgang Göser sprach von einem großen Anspruch, den es nun zu erfüllen gilt. „Es ist unsere Aufgabe, das beste daraus zu machen“, so der Waldstetter Schulleiter. Aufgaben, die vergangene Woche bei der ersten Gesamtlehrerkonferenz der Werkrealschule besprochen wurden. Um die Gemeinschaft der Klassen zu fördern, seien außerschulische Projekte geplant, wie beispielsweise eine Wanderung zum Schwarzhornhaus mit Übernachtung und Hochseilgarten. Fester Bestandteil soll auch weiterhin eine Lernstandsdiagnose sein, mit Hilfe derer die Stärken und Schwächen der Schüler herausgefunden werden sollen. Weiter im Blickpunkt stehen wird das musisch-​sportliche Profil, das, so Göser, dazu diene, wichtige Kompetenzen für das Berufsleben zu entwickeln, wie beispielsweise Geduld und Rücksichtnahme. Göser betont, dass das musisch-​sportliche Profil sowohl in Straßdorf als auch in Waldstetten zum Einsatz kommt. „Wir sind breit aufgestellt“, so Roland Kienhöfer, Schulleiter in Straßdorf. Das ganze habe geholfen, „Gemeindegrenzen zu überwinden“, so Straßdorfs Ortsvorsteher Werner Nussbaum.
Auch die Ortsvorsteherinnen Anne Zeller-​Klein, Rechberg, und Ingrid Banzhaf, Wißgoldingen, zeigen sich zufrieden mit dem erreichten. Zeller-​Klein attestierte den Verantwortlichen hohe Fachkompetenz und ließ nicht unerwähnt, dass in der Vergangenheit bereits gute Busverbindungen zwischen Wißgoldingen und Waldstetten den Wißgoldinger Schülern einen Schulbesuch in Waldstetten ermöglicht hätten. Ortschaftsrätin Banzhaf, auch mit Blick auf ihre Erfahrung als Lehrerin, ist sich sicher, dass dieser Schulzweig sehr erfolgversprechend ist.
Der Sitz und die Verwaltung der Werkrealschule „Unterm Hohenrechberg“ befindet sich in Waldstetten. In Straßdorf werden die Klassen 5 und 6 je zweizügig unterrichtet, in Waldstetten die Klassen 7 bis 9 zweizügig und die Klasse 10 einzügig.

Anmeldungen können am 24. März und 25. März, jeweils von 9 bis 15 Uhr im Rektorat der Werkrealschule in Waldstetten vorgenommen werden.
 

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