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» Sport | Freitag, 19. März 2010

Kunstturnen, 1. Bundesliga: Wetzgau empfängt morgen den FC Bayern München, der 2008 in Gmünd absteigen musste

Ein Duell mit Vorgeschichte steht für die Riege des TV Wetzgau am morgigen Samstag ab 19 Uhr in der Großsporthalle ins Haus. Zu Gast ist der FC Bayern München, der vor zwei Jahren noch am letzten Wettkampftag der Saison von den Gmündern in die Zweite Liga geschickt wurde. Von Patrick Tannhäuser

Beide Mannschaften standen zum damaligen Zeitpunkt mit dem Rücken zur Wand. Es war klar nur der Sieger des Aufeinandertreffens würde in der Eliteliga bleiben, ein echtes Finale um den Klassenerhalt also. Damals mit dem besseren Ende für die Schützlinge von TVW–Trainer Paul Schneider. Die Turner des FC Bayern mussten dagegen frustriert als Absteiger die Rückreise nach München antreten. Ganz so brisant ist die Situation vor dem erneuten Duell der beiden Teams nicht, steht doch erst der erste Wettkampf der diesjährigen Bundesligarunde auf dem Programm. Die Dramatik von 2008 ist nicht gegeben, aber dennoch ist es für die Mannschaften ein enorm wichtiger Auftakt, denn der Sieger wird aller Wahrscheinlichkeit nach schon für die nächste Bundesliga-​Saison planen dürfen, während dem Verlierer der Absturz ins Unterhaus droht.
Diesen verkraftete der FC Bayern zwar gut, gelang doch die sofortige Rückkehr ins Oberhaus, doch vergessen werden die Münchner die damalige Niederlage mit Sicherheit nicht haben. Sieben Jahre am Stück war der FCB davor in der Bundesliga vertreten und gehörte quasi zu den Dinos der Liga. Den Hauptgrund für den Abstieg fanden die Verantwortlichen der Bayern in ihrer Analyse nicht in der Niederlage beim TV Wetzgau. Extremes Verletzungspech brachte den Klub in die sportlichen Schwierigkeiten. Brian Gladow, damals ein Kandidat für die Olympischen Spiele in Peking, verletzte sich nach seinem Wechsel vom damaligen deutschen Meister aus Cottbus nach München schwer und konnte nicht einmal für den FCB an die Geräte gehen. Wie wertvoll Gladow für das Team ist, war dann ein Jahr später in Liga zwei zu sehen. Der Sechskämpfer führte die Bayern als Top-​Scorer der zweithöchsten Klasse wieder zurück unter die besten acht Mannschaften Deutschlands. Seine Leistungen machten auch andere Klubs auf ihn aufmerksam. Unter anderem soll auch der TV Wetzgau um die Dienste des talentierten Deutschen vor der Jahresfrist gebuhlt haben.
Doch das zählt am morgigen Samstag alles nicht, wenn sich in der Gmünder Großsporthalle ab 19 Uhr zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen werden. Die Tagesform wird entscheidend über Sieg oder Niederlage sein. Unter Umständen aber eben nicht nur über Sieg oder Niederlage, sondern auch über Klassenerhalt oder Abstieg. Spannung ist jedenfalls genügend garantiert.
 

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