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Freitag, 19. März 2010
Volleyball, Regionalliga: In Villingen wartet auf die DJK eine ganz schwere Aufgabe
Niemand kann den TV Villingen daran hindern, am Ende der Saison die Meisterschaft zu feiern – ein Satz genügt und alles ist klar. Zwar ist die DJK als Tabellendritte alles andere als ein David, doch zu Hause kennt der Goliath der Liga keinen Spaß. Der psychologische Vorteil liegt aber auf Gmünds Seiten. Von Matthias Bolsinger
Denn trotz aller Trümpfe verbinden die TV-Volleyballerinnen mit der
DJK Gmünd den einzigen Makel auf ihrer sonst blütenweißen Weste. Beim zweiten Spiel der Saison verpasste die
DJK den aufstrebenden Villingerinnen in der Straßdorfer Römerhalle einen
3:
2-Dämpfer für die großen Erwartungen, die in das Team gesetzt wurden, welches sich den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben hatte. Was dann folgte, war beeindruckend:
15 Spiele,
15 Siege, nur sechs weitere verlorene Sätze, davon vier gegen den stärksten Verfolger aus der Landeshauptstadt. Schnell war klar, dass auch die Allianz aus Stuttgart dem Dominator der Liga nichts entgegenzusetzen hat. Und auch wenn die
DJK Gmünd den TV als bisher einzige Mannschaft in dieser Saison schlagen konnte, ist selbst der Optimismus der Trainerin eher verhalten. „Wir fahren mal hin und haben Spaß“, so das Motto Carmen Feistritzers.
Mit dem Spaß könnte es sich im schlimmsten Falle aber einigermaßen in Grenzen halten. Denn das Kollektiv genügt höchsten Ansprüchen: Auf den Angriffspositionen wirbelt Karla Borger, die mit ihrer Beachvolleyball-Partnerin im April im Ausland ein Vorbereitungsturnier auf Sand spielen wird. Gerade dann, wenn der TV Villingen aller Voraussicht nach – im Falle der Meisterschaft – in der Aufstiegsrunde um seinen Platz in der Zweiten Liga kämpft. Darauf haben die Verantwortlichen beim Ligaprimus schnell reagiert und Ersatz verpflichtet: Aus den
USA kam die
22-jährige Erica Short. Sie spielte in der vergangenen Saison und bis Weihnachten in San Sebastian in der ersten Liga Puerto Ricos und soll Karla Borger nicht nur vertreten, sondern bestenfalls in der kommenden Saison in der Zweiten Liga für den TV Villingen aufschlagen. Short ist in Bestform und schmetterte ihr Team im vergangenen Spiel gegen Heidelberg mit
20 direkten Punkten, in Abwesenheit von Borger, zum
3:
0-Auswärtssieg.
Klar, dass bei der
DJK wenig Hoffnung auf einen Sieg im Spiel gegen Villingen (Beginn:
19 Uhr) am morgigen Samstag besteht, zumal nicht mal alle Spielerinnen an Bord sind. Ellen Schneider sah schon am letzten Wochenende mit eingegipstem Arm von der Bank nur zu. Bei einem Skiunfall hatte sich Schneider den Arm gebrochen. Für sie ist die Saison natürlich gelaufen. Ein Arm– beziehungsweise Beinbruch wäre eine Niederlage für die
DJK keinesfalls.
Zum Topspiel der Regionalliga fährt am morgigen Samstag ein Fanbus. Abfahrt in Richtung Villingen ist um
15 Uhr vor dem Parler-Gymnasium. Die
DJK–Mädels freuen sich über Unterstützung.
DJK–Fans können sich über die Volleyballabteilung nun auf einer gesonderten Homepage informieren. Auf
www.volleyball.djk-gmuend.de gibt es Berichte und Bilder von der Jugend bis zu den Seniorinnen.
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