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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 02. März 2010

Anwohner und Spaziergänger ärgern sich über verwahrlosten und durchaus auch gefährlichen Zustand auf dem Trümmerberg

Zelebriert wurde noch im vorletzten Jahr der erste Baggerbiss für die Teilbebauung des Zeiselbergs. Doch dann herrschte Ruhe . Und die ist unschön auf diesem innenstadtnahen Aussichtsberg, weil sich Passanten und Anwohner schon seit mehr als zwei Jahren über den verwahrlosten Zustand ärgern.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Nach jahrelanger Diskussion über die Zukunft des Zeiselbergs mit Für und Wider zur Frage einer Bebauung war es 2008 zu einer Einigung gekommen. Die Vereinigte Gmünder Wohnungsbaugesellschaft bekam vom Rathaus grünes Licht für ein außergewöhnliches Wohnbauprojekt: Im Bauhausstil sollte auf dem südwestlichen Teil des Plateaus ein Mehrfamilienhaus mit einem exklusiven Blick auf Altstadt und Remstal entstehen. Zunächst hieß es bei der VGW, dass es bereits eine Vielzahl von Interessenten gebe. Was ja nach wie vor auch richtig sei, bestätigte der neue Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, Wolfgang Frei. Dennoch sei das Projekt ins Stocken geraten. Als Ursache nennt VGW–Chef Frei unumwunden die Preiskalkulation in Höhe von etwa 3500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Trotz der besonderen Lage dieser Eigentumswohnungen sei dies dann von den Kosten her doch zu exklusiv für Gmünder Verhältnisse gewesen. Die bislang geplante Variante sei schlichtweg zu teuer. Allein beim Garagenbau auf dem benachbarten Trümmergrundstück wäre man auf einen Preis von 36 000 Euro pro Pkw-​Stellplatz gekommen. Der Bauhaus-​Stil solle zwar beibehalten werden, doch „wir sind im Augenblick dran, das Ganze zu überarbeiten, um die Kosten dem Markt anzupassen“.
Vor allem der Schuttberg des Notabrisses eines seinerzeit einsturzgefährdeten Gebäudes auf dem Zeiselberg ist derweil nicht nur optisch ein Ärgernis. Anwohner und Passanten berichten von gefährlichen Situationen, weil die Trümmer, in denen eine Treppe sogar in ein Kellerloch führt, von Kindern und Jugendlichen als „Abenteuerspielplatz“ missverstanden wird. Eine Infotafel erinnert auf dem Aussichtsplatz auch daran, dass der Zeiselberg bis vor kurzem noch fester Bestandteil des Landesgartenschaukonzeptes gewesen war, dann jedoch aufgrund der Kostenentwicklung gestrichen wurde. Neuerdings verfolgt OB Richard Arnold die Idee, im nördlichen Bereich des Zeiselbergs in Kooperation mit Brauereien und/​oder den Altersgenossenvereinen einen Biergarten einzurichten.
 

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