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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 02. März 2010

Der Gmünder Dr. Martin Schoell wurde in Hannover mit der „Treibs-​Medaille“ ausgezeichnet

Am Parler-​Gymnasium hat er das Abi gemacht, in Clausthal-​Zellerfeld hat er Geologie studiert und lebt seit über 25 Jahren in Kalifornien: Dr. Martin Schoell hatte führende Positionen in der Petro-​Industrie, wo er sein Spezialwissen der Geochemie, also der Kombination von Geologie und Chemie, hervorragend anwenden konnte.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Jetzt wurde Dr. Martin Schoell für seine herausragenden Arbeiten ausgezeichnet durch die Verleihung der „Treibs-​Medaille“ anlässlich der Tagung der „European Organisazion of Organic Geochemists“ in Bremen. Das ist eine der wichtigsten Auszeichnungen, die ein Wissenschaftler der Geologie bekommen kann. Die Medaille ist nach dem deutschen Forscher Professor Alfred Treibs benannt, der in den 30er-​Jahren des letzten Jahrhunderts in München geforscht und sich mit der chemischen Zusammensetzung von Erdöl beschäftigt hat. Prof. Treibs fand in Erdölen Moleküle, die in ihrer chemischen Struktur dem Chlorophyll in Pflanzen ähnlich sind. Dies war der grundlegende Nachweis, dass Erdöl von Organismen in Sedimenten abstammt. Durch diese Entdeckung wurde Alfred Teibs zum Urvater der „Organischen Chemie“. Eben diese wissenschaftlichen Erkenntnisse wurden von Martin Schoell in der Praxis der Lagerstätten-​Kunde insbesondere bei Erdöl und Gas angewandt. Da die Lagerstätten auf den Kontinenten immer weniger wurden, hat er sich insbesondere auf die „Off-​Shore“ Erkundung spezialisiert. Er arbeitete zunächst als Angestellter in der Petro-​Industrie. Seit zehn Jahren in einer eigenen Consulting-​Firma (www​.gas​-con​sult​.com). Hier forschte er erfolgreich über die Erschließung der Nordsee als Gasreservoir. Viele wissenschaftliche Veröffentlichungen machten seinen Ruf als Spezialist für die Erkundung von Öl und Erdgas weltweit bekannt. Trotz 25 Jahre USA spricht er noch „perfekt Schwäbisch“ und pflegt den Kontakt zu seinen Verwandten – der Firmengruppe Schoell – äußerst intensiv. Nachdem er im kommenden Jahr ins siebte Lebensjahrzehnt kommt, hat er sich fest vorgenommen am 70er-​Fest teilzunehmen und mit seinen Altersgenossen das „Grüß di Gott Alois“ am Marktplatz zu singen.
 

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