Gewerbliche Schule auf der Inhorgenta — Schüler als wandelnde Vitrinen
Die Fachschule für Gestaltung, Schmuck und Gerät hatten auf der Fachmesse Inhorgenta in München wie in den vergangenen Jahren Schmuck und Gerät präsentiert – dieses Mal mit einem völlig neuen Konzept .
SCHWÄBISCH GMÜND (ked). Zu Wochenbeginn ging die Fachmesse Inhorgenta in München zu Ende, nach Abbau und Heimfahrt sind die Schülerinnen und Schüler der Gewerblichen Schule mit ihrer Lehrerin Iris Köhnke von Mitschülern, Kollegen und Schulleiter Gerhard Barreith empfangen worden.
Auf Unerwartetes stieß der Besucher beim Besuch der Inhorgenta, wenn er den Stand der Gewerblichen Schule aufgesucht hat: Vor der Kulisse der Stadt Schwäbisch Gmünd konnte er in einem Bistro verweilen und mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen, die als wandelnde Vitrinen ihren Schmuck zur Schau stellten.
Buntes Treiben – eben wie auf
dem Gmünder Marktplatz
Das diesjährige Motto „Schmuck muss sitzen“ wurde so sprichwörtlich von den jungen Künstlerinnen und Künstlern umgesetzt. Jede Schülerin und jeder Schüler hat eigenen Schmuck und den von Klassenkameraden um den Hals, an Armen und Händen oder am Revers präsentiert. Diese ungewöhnliche Form der Darbietung wurde im Unterricht von Fachlehrerin Iris Köhnke vorher ausführlich eingeübt. Die Schülerinnen und Schüler haben sich ausführlich gegenseitig durch viele Gespräche über ihre Kreationen ausgetauscht, um dem Besucher der Inhorgenta die Schmuckstücke in angenehmer Gesprächsatmosphäre erläutern zu können. Zusammen mit der Kulisse der Heimatstadt wurde so der Eindruck eines regen Treibens wie auf dem Gmünder Marktplatz erweckt.
Bei einem Kaffee konnte der interessierte Besucher in einem Gespräch mit den jungen Designern vieles über den getragenen Schmuck, die Gewerbliche Schule, den Edelmetallverband und auch die Stadt Schwäbisch Gmünd erfahren. Außerdem wurden so Einzelheiten zu den Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Schmuck und Gerät an der Gewerblichen Schule vermittelt: Im Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät wird in drei Jahren vollschulischer Ausbildung eine praktische, theoretische und künstlerische Ausbildung angeboten, die zu Kreativität, Gestaltungskraft und handwerklichem Können anleitet. Investiert der junge Designer noch ein Praxisjahr, kann er auch eine Gesellenprüfung ablegen.
Für weitergehende Fähigkeiten und Meisterabschluss
Die zweijährige Fachschule für Gestaltung – Schmuck und Gerät – kann mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Edelmetallbereich besucht werden. Ihr Ziel ist es, weitergehende Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Gestaltung von Unikaten und Kleinserien im Bereich Schmuck und Gerät zu vermitteln. Auch durch den gleichzeitigen Meisterabschluss bereitet die Schule auf eine berufliche Tätigkeit als Führungskraft oder Selbständiger vor. Schulleiter Oberstudiendirektor Gerhard Barreith freute sich über die allseits positive Resonanz zur Inhorgenta und dankt allen Unterstützern und Förderern. Ohne Hilfe der Stiftung Gold– und Silberschmiedekunst, der Firma Messebau Schöne, der Gold– und Silberschmiedeinnung und des Fördervereins wäre diese Ausstellung nicht möglich gewesen. Er dankte auch den Hauptakteuren, den Gestaltern der Schule, für ihr Engagement, denn wegen der intensiven Vorbereitung und der Messepräsentation haben die Beteiligten größtenteils ihre Faschingsferien geopfert.
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