Rathaus spricht von einem missverständlichen internen Protokoll und betont erneut Erhalt des historischen Postamt-Kopfbaus
Noch in diesem Monat wird die Stadtverwaltung über die Ergebnisse des Plangutachtens für den so genannten Einhornbau informieren. Verwirrende Aussagen aus einem internen Protokoll wurden gestern korrigiert.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Zwei Verfahren für Landesgartenschau und Stadtumbau im Bereich des Gmünder Bahnhofsviertels laufen gegenwärtig parallel: Zum einen der nach wie vor streng geheime Investorenwettbewerb für die Gesamtgestaltung des Bauprogramms „Hotelneubau, Einkaufszentrum Ledergasse und Neubebauung auf dem Brauereiareal“ und zum anderen das Plangutachten Einhornbau. Dieser Bau soll am Bahnhofsboulevard soll das Begrüßungs– und Aushängeschild des modernen Gmünd in Richtung Metropolregion Stuttgart mit Bezug zum historisch gewachsenen Erscheinungsbild der Innenstadt werden. In den Einhornbau einziehen sollen Hochschuleinrichtungen und der Regionalverband. Eine besondere Herausforderung also für die Architekten, die nun derzeit im Rahmen des Plangutachtens an Modellen und Plänen arbeiten. Die sollen am Mittwoch,
24. März, im Gemeinderat vorgestellt werden. Gleich am Samstag werden alle Entwürfe im Rahmen einer großen Bürgerinformationsveranstaltung voraussichtlich im Rathaus ausgestellt. Erst hernach wird dann die endgültige Entscheidung fallen. Für Verwirrung sorgte in den letzten Tagen das Protokoll aus einem nichtöffentlichen Kolloquim, zu dem die Architekten ins Rathaus eingeladen waren, um alle Fragen rund um das Vorhaben zu klären. In dieser Aufzeichnung ist zu lesen, dass die historische Post am Bahnhof „insofern als Ganzes , in Teilen oder in Details zu erhalten ist“. Und weiter: Eine Auseinandersetzung mit dem alten Stadtbild“ sei für die Teilnehmer des Planungswettbewerbs zwingend notwendig. Bei einem „nachvollziehbaren Abwägungsprozess ist dann auch ein weitgehender Abriss möglich“. Damit stünden diese Vorgaben im krassen Widerspruch zu Aussagen von OB Richard Arnold, der in Worten und Skizzen den Gmündern ja den Erhalt des vollständigen Kopfbaus versprochen hatte. Auch Baubürgermeister Julius Mihm beschrieb einen „Bildanker“ der in Gestalt des Kopfbaus erhaltenswert sei. Rathaus-Pressesprecher Markus Hermann versicherte gestern, dass niemand die Absicht habe, den kompletten Abriss des Gebäudes doch noch „durchzumogeln“. Die bisherige Erklärung für Erhalt des prägenden Hauptgebäudes habe weiterhin Bestand. Im Kolloquium habe man den Architekten größtmögliche Gestaltungsfreiheiten einräumen wollen. Verwirrend sei es, dass im derzeit in Gmünd kursierenden Rathaus-Protokoll „stark verkürzte Aussagen“ enthalten seien. Unumstritten sei der Abriss der Garagen– und Anbauten, doch der Kopfbau „bleibt erhalten“, betont der Rathaus-Sprecher.
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