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Montag, 22. März 2010
24. Gmünder Stadtlauf: Frühlingswetter und über 1200 Teilnehmer /Vier Distanzen und ein Oberbürgermeister in Hochform
Frühlingshafte Temperaturen, so viele Teilnehmer wie schon viele Jahre nicht mehr, eine reibungslose Organisation und viele zufriedene Gesichter bei den Läuferinnen und Läufern sowie bei den Organisatoren der DJK Gmünd. Von Dirk Häber
Das ist das Fazit des diesjährigen Schwäbisch Gmünder Stadtlaufes, bei dem die Teilnehmer wieder zwischen vier verschiedenen Strecken vom Hundertstel– bis zum Halbmarathon wählen konnten. Auch die Vertreter der Stadt ließen sich von der Begeisterung anstecken: OB Richard Arnold als Starter und Tempomacher beim Bambini-Lauf und Bürgermeister
Dr. Bläse als Teilnehmer beim
10 km-Lauf vertraten die Farben der Stadt in eindrucksvoller Manier.
Im Vorfeld des Laufes blickten die Organisatoren der
DJK Schwäbisch Gmünd noch etwas sorgenvoll auf den langen Winter und den späten Schneefall, der viele Freizeitläufer und vor allem Schüler von einem sinnvollen Lauftraining im Freien abhielt. Doch bereits die Voranmeldezahlen verdeutlichten den Trend: der Gmünder Stadtlauf wird von vielen Läufern auch aus der weiteren Umgebung gerne als Auftakt in die Laufsaison wahrgenommen. Und zusammen mit den Nachmeldezahlen vom Wettkampftag kamen dann auf den vier Distanzen
1250 Teilnehmer zusammen. Hiermit gehört der Gmünder Lauf außerhalb der großen Stadtmarathons zu den teilnehmerstärksten in Baden-Württemberg. Und fast ebenso erfreulich hierbei: vor allem der Schülerlauf mit den Mannschaftswertungen der Gmünder Schulen und der Bambini-Lauf der Kindergartenkinder erfuhren einen weiteren Zulauf. Insgesamt etwa
500 Bambinis und Schüler aus dem Gmünder Raum machten sich auf die Laufrunden.
AOK–Schülerlauf über
2,
5km
Erst zum zweiten Mal ging der Schülerlauf über die kürzere Distanz von
2,
5 km und erneut bewahrheitete sich der bereits im vergangenen Jahr zu beobachtende Trend: diese Distanz motiviert mehr Schüler, als der vorangehende
5-km-Lauf und kann von den Sportlehrern im Vorfeld auch besser vorbereitet werden. Mit
323 Schülerinnen und Schülern der Gmünder Bildungsstätten kommt der Veranstalter fast schon an sein Teilnehmerlimit für diesen Lauf.
Eine Besonderheit in diesem Jahr: die veranstaltende
DJK Gmünd stiftete für jeden teilnehmenden Schüler einen Euro an die Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom. Diese Aktion wurde durch Gerd Hinderberger initiiert, der im Mai dieses Jahres bei seiner Aktion ‚“Nordkap
2010“ mit dem Rad vom Gmünder Rathaus bis ans Nordkap startet und hierbei Spendengelder sammelt.
Mit etwa
40 Schülerinnen und Schülern ging der Preis für die teilnehmerstärkste Schule dieses Jahr an das Hans-Baldung-Gymnasium — sicherlich auch ein Verdienst der engagierten Sportlehrer.
Die Einzelwertung entschied Robin Göhringer vom TG Schwäbisch Gmünd in sehr guten
8:
22 Minuten vor Nicolas Böttger und Felix Bauer vom Hans-Baldung-Gymnasium für sich. Somit war das Hans-Baldung-Gymnasium mit Platz zwei und drei ganz stark auf dem Podium vertreten. Robin Göhringer wurde übrigens im Trikot der
DJK vor kurzem deutscher Vizemeister im Wintertriathlon in der Juniorenklasse.
Bei den Schülerinnen siegte Anja Wagenblast von der LSG Aalen in sehr guten
9:
06 Minuten vor Nele Friedhoff vom
HBG (
9:
23 Minuten) und Timothe Gehringer von der Freien Ev. Schule Lindach , die die Strecke in
9:
33 Min. bewältigte.
Um Pokale und Sachpreise ging es bei der
AOK–Schülermannschaftswertung über
2,
5 km. Hierbei bildeten jeweils fünf Schüler/innen einer Schule ein Team, deren Zeiten für die Mannschaftswertung addiert wurden. In der Grundschulwertung konnte die Friedensschule vom Rehnenhof einen Doppelsieg feiern. Die erste Mannschaft in der Besetzung Anton Hermes, David Schwarz, David Schüler, Laura Grau und Charlotte Rettenmayer vor der zweiten Mannschaft. Platz drei sicherte sich das Team der Waldorfschule Schwäbisch Gmünd.
Die Realschule Lorch ging als siegreiches Team in der Wertung der Klassen
5 –
7 hervor: Sina Hein, Maurice Kopp, Marc Müller, Julia Arnold und Ayleen Frank konnten die beiden Mannschaften des Hans-Baldung-Gymnasiums auf Distanz halten. Dass auch junge Fußballer ausdauernd laufen können, bewies in dieser Altersklasse die Normannia Gmünd, die mit mehreren Teams die
2,
5 km bewältigte.
Das Rennen der Klassen
8 –
10 dominierte wie bereits im vergangenen Jahr die Realschule aus Lorch: in der Besetzung Marvin Bopp, Rico Herrmann, Lukas Stanzl, Lena Waldenmaier sowie Jana Friedl konnten die Klosterstädter die Freie EV. Schule Lindach sowie die Schiller-Realschule auf die Plätze verweisen.
Mit
49 Mannschaften in der Wertung konnte der
AOK–Schülerlauf eine neue Rekordmarke aufstellen.
Bambini-Lauf über
422 m
Kurz nach dem Start des
2,
5-km-Laufes machten sich die kleinsten Läufer aus den Gmünder Kindergärten auf ihre Runde über den „Hundertstel-Marathon“. Hierbei zeigten die Knirpse eine riesige Begeisterung und so manch einer der begleitenden Eltern musste sich anstrengen, um mit den Kids mitzuhalten oder nach einem Sturz wieder Aufbauarbeit zu leisten. Blickte man in die strahlenden Kinderaugen der kleinsten Teilnehmer des Stadtlaufes, als diese in der Halle ihre Überraschungsgeschenke in Empfang nehmen durften, braucht man sich um den Laufnachwuchs in der Stadt keine Sorgen zu machen.
Bei über
150 Mini-Läufern konnte auch hier eine Rekordmarke aufgestellt werden, wobei der
AOK–Sonderpreis für die größte teilnehmende Kindergartengruppe wie in den vergangenen Jahren auch der Kindergarten Brücke aus der Weststadt in Empfang nehmen durfte.
10-km-Lauf: Johannes Großkopf
mit viertem Sieg in Serie!
Wie in den vergangenen drei Jahren konnte sich Lokalmatador Johannes Großkopf von der ausrichtenden
DJK Gmünd, der für das Sparda-Team Rechberghausen startet, erneut den Titel des Siegers im Rennen um den Heubacher-Sport-Weiße-Pokal sichern — und dieses Mal am Ende doch relativ knapp mit etwa zehn Sekunden Vorsprung auf Joachim Krauth von der LSG Aalen. Dahinter folgte Tom Mager vom
VfL Waiblingen in
34:
53 Minuten. Die Siegerzeit von
33:
57 Minuten gehört überregional nicht unbedingt zu den Topzeiten — der doch recht starke Wind sowie das frühe Wettkampfdatum haben hierbei sicher ihren Anteil.
Vom Veranstalter
DJK Gmünd konnten sich mit Felix Scheurle in
38:
15 Min. auf Platz
16 sowie Edgar Maihöfer auf Platz
19 mit einer Zeit von
38:
42 Min. im Vorderfeld platzieren. Maihöfer konnte hierbei auch noch den Altersklassensieg in der M
45 bejubeln.
Bei den Damen gab es einen ungefährdeten Sieg durch Lena Kopp aus Bad Boll. In
40:
37 Min. konnte die Juniorin Susanne Maier vom LT
TSG Söflingen auf den zweiten Platz verweisen, wobei diese in
43:
14 Minuten eine beachtliche Leistung für die Altersklasse W
45 vollbrachte. Auf Platz drei lief dann in
43:
43 Minuten Sarah Lang von den Einhörnern ins Ziel. Auch dies umso beachtlicher, startet sie doch noch in der Jugendklasse.
Überhaupt fällt in den Ergebnislisten der Frauenwertung auf, dass einige Jugendliche sich auf der
10-km-Distanz weit vorne platzieren konnten: mit Carmen Oetzel in
46:
49 Min. und Alexandra Kitzenmaier in
48:
26 Min. landeten zwei Jugendliche vom Scheffold-Gymnasium weit vorne in der Gesamtwertung.
Beachtlich bei diesem Lauf auch die Leistungen einiger anderer Altersklassenathleten: Der Sieger der
50-jährigen, Jürgen Wiemer vom SV Birkenhard, lief in
36:
32 Min. als Gesamtachter ein und in
39:
47 Min. blieb Peter Schirling vom Sparda-Team Rechberghausen als Sieger der M
55 noch unter
40 Minuten.
Mit
75 noch schnell genug
Und dass schnelles Laufen nicht unbedingt eine Frage des Alters sein muss, bewies Herbert Fritz aus Schwäbisch Gmünd, der in
54:
15 Min. die M
75 gewinnen konnte. Es geht auch noch älter: Thomasz Kmet vom
TSV Musberg startet in der M
80 und bewältigte die Strecke in guten
90 Minuten!
Eine Betriebsmannschaftswertung war in den
10-km-Lauf ebenfalls integriert, diese konnte die Truppe von der BW-Bank in der Besetzung Michael Kübler, Moritz Schroeder und Benjamin Spazierer für sich entscheiden, gefolgt von Schulte Autoteile und dem Team der Kreissparkasse Ostalb. Bei der Siegerehrung konnte die siegreiche Betriebsmannschaft ein überdimensionales Weißbierglas gefüllt mit alkoholfreiem Weizenbier in Empfang nehmen.
Halbmarathon : Stefan Schmid und Beate Bauer siegreich
Ein spannendes Rennen über die halbe Marathondistanz konnten die Zuschauer im Schwerzer verfolgen. Von Beginn an setzten sich drei Läufer vom restlichen Feld etwas ab und diese drei sollten letztlich auch die Podiumsplätze unter sich ausmachen. Allen voran der Vorjahreszweite Stefan Schmid vom Team Laufsport Hirning Tübingen, der in
1:
12,
33 Stunden triumphierte. Eine halbe Minute dahinter folgte Kay-Uwe Müller von der
TSG Heilbronn gefolgt von Richard Schumacher vom AST Süßen in
1:
13,
26 Stunden. Schumacher ist im Gmünder Raum kein unbekannter, konnte er sich doch auch beim
50km-Alb-Marathon oftmals auf dem Podium platzieren.
Auf Gesamtrang fünf und sechs bereits die besten Gmünder Teilnehmer, beide von der
DJK Gmünd: Marco Ianelli in
1:
20,
06 Stunden und Dirk Häber in
1:
20,
37 Stunden liefen ein beherztes Rennen, wobei Häber sich dazu noch über den Altersklassensieg in der M
40 freuen durfte. Das hervorragende Mannschaftsergebnis der veranstaltenden
DJK komplettierte Stefan Behringer auf Platz
12 in
1:
23,
06 Stunden, womit er seine Vorjahreszeit um fünf Minuten verbessern konnte und Zweiter der AK
30 wurde.
Weitere Teilnehmer aus dem Gmünder Raum konnten sich ebenfalls noch gut in Szene setzten: Der Durlanger Hans J. Kiemel in
1:
23,
08 Stunden auf Platz
13 und Wolfgang Abele von den Ostalb Runners auf Gesamtrang
15 in
1:
23,
50 Stunden rundeten die regionalen Spitzenergebnisse ab.
Die Frauenwertung entschied dieses Jahr Beate Bauer vom LT Auenwald in sehr guten
1:
27,
20 Stunden für sich. Die Vorjahressiegerin, Jutta Bidermann von der LSG Aalen, musste sich dieses Jahr mit Platz zwei genügen. Aber dennoch: die Zeit von
1:
30,
35 Stunden ist nicht schlecht — startete sie doch in der Altersklasse W
50!
Wie im Vorjahr wieder auf Rang drei: Elke Böllmann vom
TSV Neustadt/Rems in
1:
32,
03 Stunden, insgesamt sehr schnelle Zeiten in der Frauenspitze. Auch hier gab es einige starke Leistungen von Läuferinnen aus der Region: Gaby Abele von den Ostalb-Runners auf Rang sechs (
1:
37,
07 Stunden), die in der Jugendklasse startende Ricarda Spille konnte in
1:
38,
23 Stunden auf Gesamtrang Sieben stürmen sowie Elvira Fritz als Neunte in
1:
40,
44 Stunden rundeten das gut Gmünder Ergebnis ab.
Bei den Herren gab es noch einige wirklich beachtliche Altersklassenleistungen von bekannten Altersklassenathleten: Achim Pohl vom SC Wiesensteig gewann die M
50 auf Gesamtrang vier in
1:
19,
46 Stunden, Günther Lippold von der
LG Filder konnte die Klasse der über
55-jährigen in
1:
22,
50 Stunden für sich entscheiden. In der Klasse der
60-jährigen konnte sich ein Gmünder Urgewächs in Szene setzen: Richard Hartford von der
DJK bewies in
1:
30,
03 Stunden, dass er nichts verlernt hat. Wie im Vorjahr gewann Ömer Sirin von der
TSG Schnaitheim in der M
65 mit
1:
31,
13. Bemerkenswert auch noch der Sieger in der M
70: Emrich Götz bewältigte die Strecke in bemerkenswerten
1:
53,
20 Stunden und lies somit einige Jüngere deutlich hinter sich.
Mannschaftssieg für das Team
der
DJK Schwäbisch Gmünd
Die Mannschaftswertung im Halbmarathon ging dieses Jahr an die
DJK Schwäbisch Gmünd: in der Besetzung Marco Iannelli, Dirk Häber und Stefan Behringer auf den Plätzen fünf, seechs und zwölf konnte man das Sparda-Team Rechberghausen deutlich in Schach halten und freute sich über den Mercedes-Benz-Pokal.
Ein besonderes „Schmankerl“ hatten sich die Organisatoren am Ende der Veranstaltung noch ausgedacht: so wurde unter den anwesenden Läufern und Zuschauern ein Wochenende mit einem Mercedes-Sportwagen in einem Sterne-Hotel am fränkischen Brombachsee sowie ein Ernährungskurs verlost. Mit offensichtlicher Begeisterung konnte Organisator Wolfgang Russ den glücklichen Gewinnern die Gutscheine für diese tollen Preise überreichen.
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