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» Schwäbisch Gmünd | Montag, 22. März 2010

Pferdetag in Gmünd /​Riesenandrang bei beiden Großveranstaltungen gestern in Innenstadt und Stadtteil

Eigentlich ja ein tolles Zeichen für die aufblühende Wirtschafts– und Einkaufsgesamtstadt Schwäbisch Gmünd, wenn sich vor Ort gleich zwei engagierte Handels– und Gewerbevereine ins Gehege kommen. Genau das ist gestern passiert. Doch schon in den nächsten Tagen wollen die beiden Häuptlinge, Dr. Christof Morawitz (Gmünd) und Albert Scherrenbacher (Straßdorf), die Friedenspfeife rauchen.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Tausende strömten gestern zum verkaufsoffenen Pferdetag in die Gmünder Innenstadt (siehe Seite 17). Ansturm auch auf den „Straßdorfer Frühling“ im nur zwei Kilometer entfernten Stadtteil (siehe Seite 19). In beiden Orten haben bei diesen Großveranstaltungen jeweils sehr engagierte Handels– und Gewerbevereine die Regie.
Bei den 65 Mitgliedern des Straßdorfer HGV war bei der gestrigen Leistungsschau das Grollen zur Frage nicht zu überhören, warum die Gmünder Kollegen auf die Idee einer solchen Terminüberlappung gekommen sind. Die Veranstaltung der „Kälblesjäger“ (volkstümlicher Beiname der Straßdorfer) sei ja schon viel früher fixiert gewesen als der verkaufsoffene Sonntag rund um die Pferde in Gmünd da unten. Straßdorfs HGV–Chef Albert Scherrenbacher knurrte: Es sei schon ein wenig unfair gewesen, dass ihm ausgerechnet und erst beim Heringsessen am Aschermittwoch der Gmünder HGV–Termin mitgeteilt worden sei. Der Straßdorfer Frühling sei im 25. Jahr des HGV–Bestehens dennoch wieder ein schöner Erfolg gewesen, doch seien weniger Besucher registriert worden. Sicher habe der Gmünder Pferdetag, vielleicht ja aber auch das Wetter, eine Rolle gespielt. OB Richard Arnold habe gleich zum Auftakt sein Bedauern über die Kollision zum Ausdruck gebracht, sei auch extra lange in Straßdorf geblieben. Es tue ihm leid, dass da offenbar was schiefgelaufen sei, äußerte sich gestern auch Gmünds HGV–Chef Dr. Christof Morawitz. Er versichert: Es gebe da absolut keinen Konkurrenzkampf zwischen den beiden Vereinen innerhalb der einen Gesamt-​Einkaufsstadt. „Da muss ich jetzt wohl Abbitte leisten“, sinnierte er. Scherrenbacher sieht’s auch nicht dramatisch, will aber noch ein Nachgespräch. Bereits in den nächsten Tagen wollen der KSK–Direktor aus Gmünd und der Metzgermeister aus Straßdorf bei einer Touristik-​und-​Marketing-​Sitzung in Gmünd die gemeinsame HGV–Friedenspfeife rauchen.
 

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