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» Ostalbkreis | Dienstag, 23. März 2010

Gestern Bürgerversammlung in Göggingen mit Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters und Blutspenderehrung

Zufrieden mit dem Besuch der Bürgerversammlung zeigte sich der Gögginger Bürgermeister Walter Weber, der zu Beginn der Veranstaltung die Ehrung der Mehrfachblutspender vornahm. Von Dorothee Wörner

GÖGGINGEN. Gleichzeitig bedankte er sich für die Durchführung der drei Blutspendetermine im Jahr bei Sieglinde Ummenhofer, Karin Haas und Markus Kornau als Vertreter des DRK–Ortsvereins, dessen Vorsitzender der Schultes selbst ist. Ein Lob galt den Geehrten für ihr bürgerschaftliches Engagement und der Gögginger Bevölkerung insgesamt, die mit einem hohen Anteil von 30 Prozent zum Blutspenden geht. Für zehnmaliges Blutspenden wurden mit einer Urkunde und Ehrennadel geehrt: Ellen Baur, Joachim Haas, Markus Kornau, Petra Krummel-​Gütlin, Ralf Pfeuffer, Gerhard Rimmele, Valerie Schock, Matthias Weber, Werner Weber, Adelgunde Wier und Jörg Zander. 25 Mal Blut gespendet haben: Gerhard Beißwenger, Gabriele Lukacek, Hermann Pecinka, Marcus Schreg, Sieglinde Ummenhofer und Martina Wengert. Und für 50-​maliges Blutspenden wurden ausgezeichnet und erhielten ein Präsent: Hermann Lakner und Hans Sturm.
In seinem Rechenschaftsbericht nannte Bürgermeister Weber die Jahre 2006 bis 2008 „Boomjahre für Gemeinden“. Dann kam die Finanz– und Wirtschaftskrise, Göggingen konnte im Jahr 2009 noch einen Überschuss von 300 000 Euro erwirtschaften. Für 2010 hofft der Bürgermeister, dass es im laufenden Haushalt „Null auf Null aufgeht“. Prognosen für einen längeren Zeitraum zu machen, scheinen in der derzeitigen Situation nicht möglich zu sein. In den vergangenen Jahren konnte die Bevölkerung eine stetige Aufgabenerfüllung erfahren. Ganz klar spricht sich Weber aber gegen ein Anspruchsdenken aus, dem eine Gemeinde in schwierigen Zeiten nicht immer gerecht werden kann.
Wasser, Abwasser sowie der Straßenbau seien keine Investitionen, mit denen sich eine Gemeinde schmücken kann. Sie gehören aber zu den Pflichtaufgaben, die es zuerst zu erfüllen gilt, so der Bürgermeister. Als Gratwanderung bezeichnet Weber den Wunsch, einen guten Zustand zu erhalten und dabei so wenig wie möglich an der Gebührenschraube drehen zu müssen.
Als größte Baumaßnahme des vergangen Jahres bezeichnet Weber den Ausbau des Oberdorfwegs in Horn. 550 000 Euro habe die Gemeinde investiert, um die Wasserleitung komplett auszuwechseln, den Kanal in Teilstücken auszuwechseln und die Straße neu zu gestalten. Nicht verändert wurden durch diese Maßnahmen die Wasserdruckverhältnisse.
Erst im Jahr 2009 wurde der Gemeinderat mit einer gewissen Unzufriedenheit konfrontiert. Daraufhin suchte die Gemeinde einen vertretbaren Kompromiss zwischen den Interessen Einzelner und dem Willen, die Allgemeinheit nicht mit einer Gebührenerhöhung zu belasten. Momentan ruht das Angebot der Gemeinde auf den Einbau einzelner Druckerhöhungsanlagen, für welche die Gemeinde die Kosten pro Anschluss in Höhe von rund 1500 bis 2000 Euro übernehmen wird und was von der Mehrheit der Anlieger auch akzeptiert wurde; ein Anlieger bemüht sich allerdings um die Durchsetzung seiner Interessen auf dem Rechtsweg. Erfreulich sei, dass für Horner Bürger im Baugebiet „Hintere Gasse“ sieben Bauplätze ausgewiesen werden konnten. Für die maßvolle Erweiterung im landschaftlich teilweise geschützten Gebiet hatte sich auch Landrat Pavel eingesetzt.
Nicht leicht gefallen sei dem Gemeinderat die Zusage zur Umsiedlung des bestehenden Einkaufsmarktes an den Kreuzungsbereich am Ortseingang. Die Entscheidung sei aber notwendig gewesen, um diese Einkaufsmöglichkeit vor Ort zu erhalten. Die Erschließung des Geländes und die Errichtung des Kreisverkehrs nannte Weber das bedeutendste Vorhaben in 2010, mit der Baumaßnahme soll im Mai begonnen werden. Vorgesehen sind auch Maßnahmen bei der Feldwege– und Kanalsanierung, sowie der Bau eines Regenüberlaufs in der Unteren Straße. Diese Aufgaben sollen in den kommenden Jahren bedarfsgerecht und kontinuierlich erfüllt werden.
Die räumliche Situation der Feuerwehr soll, wenn möglich, am bestehenden Gebäude verbessert werden; dafür wurden Gelder eingestellt. Richtungsweisend ist der Denkansatz des Bürgermeisters in Bezug auf eine Zusammenarbeit kleinerer Kommunen. Vor diesem Hintergrund sei auch der Neubau eines Feuerwehrhauses zu sehen, so Weber.
 

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