Heubacher Schillerschüler zu Schulsanitätern ausgebildet
Wer in der Schule lernt, Erste Hilfe zu leisten, muss vor Notfällen keine Angst haben — ob im Unterricht, auf dem Pausenhof oder in der Freizeit. Und eine Ersthelferausbildung wird sogar bei der Führerscheinprüfung anerkannt.
HEUBACH
(pm). Grund genug für die Schillerschule Heubach, ihren Schülern diese Ausbildung nun bereits zum achten Mal anzubieten. Die jüngst ausgebildeten Schulsanitäter aus den Klassenstufen
5 —
9 können sich mit ihren erworbenen Kenntnissen und Fertigkeiten um leichtere Verletzungen kümmern und eine medizinische Erstversorgung ihrer Mitschüler gewährleisten.
Der nun abgeschlossene, zwölf Stunden umfassende Lehrgang wurde von Ilona Mayer vom Deutschen Roten Kreuz durchgeführt. Die rund
30 Schüler leisten im Ernstfall Erste Hilfe und betreuen Verletzte bis der Rettungswagen eintrifft. Ein Unfall ist passiert. Du bist der Erste an der Unfallstelle. Doch was nun tun? „Die korrekte Rettungskette lautet: Absichern und Eigenschutz — lebensrettende Sofortmaßnahmen — Notruf absetzen — weitere Erste Hilfe leisten — Warten auf den Rettungsdienst“, erläutert Laura Weiler. Die Achtklässlerin nimmt schon zum zweiten Mal mit großer Begeisterung am Ersthelferkurs teil und hat schon vielen Mitschülern Erste Hilfe geleistet.
„Überwiegend versorgen wir in der großen Pause Grundschüler mit kleineren Verletzungen“, konkretisiert Laura Weiler ihre Tätigkeit auf dem Schulhof. Die Schulsanitäter der Schillerschule Heubach sind täglich in Dreier-Teams in der großen Pause auf dem Schulhof im Einsatz. Bei sonstigen Schulveranstaltungen wie Bundesjugendspielen, Schulfesten, Ausflügen, Exkursionen und Schullandheimaufenthalten können die Schulsanis ebenso ihre Dienste verrichten.
„Bei den ständigen Einsätzen der Schulsanis ist nicht nur das erworbene Fachwissen gefragt, darüber hinaus werden wichtige soziale Verhaltensweisen trainiert — beispielsweise die adäquate Kommunikation mit Verletzten“, erläutert Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis, der den Schulsanitätsdienst koordiniert. Das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein von Schülern werde durch die Übernahme von mehr Verantwortung gestärkt und begünstige gleichzeitig das soziale Miteinander im Alltag.
Soziales Engagement wird heute in der Berufswelt hoch eingeschätzt. Schüler, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben, können somit ihre Bewerbungschancen durch den Nachweis ihrer Tätigkeit beim Schulsanitätsdienst steigern, ist Dionyssiotis überzeugt.
Die Zusammenarbeit zwischen dem
DRK und der Schillerschule Heubach hat sich bewährt und wird in Zukunft noch intensiviert. Demnächst steht die Erkundung des Rettungswagens und ein Kurs auf dem Plan, bei dem Schüler Lerntechniken einüben, um sich Erlerntes wirkungsvoller einzuprägen.
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