In Leinzell besteht kein Handlungsbedarf in Sachen Internet
Wenn der Leinzeller Haushalt mit Einnahmen so gut versorgt wäre, wie die Gemeinde mit schnellen Internet-Zugängen — dann müssten sich Schultes, Gemeinderat und Kämmerer keine Sorgen machen. Einziger Trost in Zeiten negativer Zuführungsraten: Wenigstens muss man kein Geld für die Aufrüstung der Datenleitungen ausgeben. Von Gerold Bauer
LEINZELL. „Das Einzige, was ich Ihnen empfehle: Achten Sie bei Tiefbaumaßnahmen darauf, dass Leerrohre für Datenleitungen verlegt werden“, sagte Daniel Weber gestern in Leinzell. Er ist Mitarbeiter des Landratsamts und kümmert sich um das Konzept für die Schaffung schneller Internet-Zugänge für die Bürger und Firmen im Ostalbkreis. Von
42 Ostalb-Kommunen nehmen
28, also exakt zwei Drittel, an der Landkreis-Initiative teil — und nur in Leinzell und in Mögglingen ist die Versorgung so gut, dass man derzeit nichts verbessern muss.
Dies liegt wohl nicht zuletzt an der kompakten Besiedlung, so dass der Hauptverteiler der Deutschen Telekom mit seinem Drei-Kilometer-Radius praktisch alle Haushalte mit guten beziehungsweise befriedigenden Übertragungsgeschwindigkeiten erreicht. Darüber hinaus haben zwei Drittel der Häuser auch die Option, ein besonders schnelles Internet via Kabel-BW-Netz zu nutzen. Dass auf eine Fragebogen-Aktion zur Bedarfsermittlung nahezu kein Rücklauf kam, wertet Bürgermeister Ralph Leischner als Zeichen der Zufriedenheit.
Vergeben wurden gestern die Arbeiten für die Lieferung und Installation der Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden in Leinzell. Für eine Angebotssumme von
378 388 Euro bekam die Firma Zipser aus Bartholomä den Auftrag. Zuvor wurde sichergestellt, dass nur Module aus deutscher Produktion eingebaut werden. Diese seien zuverlässig und leistungsstark, versicherte der Schultes.
Bevor die Solaranlage auf’s Schwimmhallendach montiert wird, muss das Dach erneuert werden. Eine Öffnung durch einen Fachmann habe ergeben, dass man jahrzehntelang praktisch durch ein nicht isoliertes Dach hinaus geheizt habe, bedauerte der Bürgermeister. Auch die Dampfsperre sei mangelhaft. Ob dadurch Feuchtigkeitsschäden im Dachgebälk entstanden sind, müsse noch überprüft werden. Im schlimmsten Fall müsse der Dachstuhl komplett erneuert werden.
Bei der Wahl der Dacheindeckung agierte die Gemeinde kostenbewusst und spart gegenüber einer Blecheindeckung mit grauen Ziegeln
12 000 Euro. Ohnehin sehe man vom Dach nach der Montage der Photovoltaik-Anlage nichts mehr. Die Dachdeckerarbeiten führt die Leinzeller Fa. Bader für
51 338 Euro aus. Bei den Flaschnerarbeiten war die Firma Ummenhofer aus Göggingen mit
9823 Euro ganz knapp die günstigste Bieterin.
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