Das letzte Woche entschiedene Plangutachten Einhornbau wurde gestern dem Gemeinderat vorgestellt
Von sehr fruchtbaren Diskussionen sprach Oberbürgermeister Richard Arnold gestern im Zusammenhang mit dem Plangutachten „Gamundia“. Wie die Rems-Zeitung bereits am Samstag vergangene Woche berichtet hatte, hatten sich die 17 Bewerter für den Entwurf des Architekten Peter W. Schmidt aus Pforzheim entschieden. Von Nicole Beuther
SCHWÄBISCH GMÜND. Wie verabredet hätten Vertreter des Gemeinderats an der Preisgerichtssitzung teilgenommen, so OB Arnold. Gestern nun stellte
Prof. Carlo Weber, Vorsitzender des Gutachtergremiums, dem gesamten Gemeinderat die insgesamt sechs Arbeiten vor. Sowohl Weber als auch Baubürgermeister Julius Mihm hoben dabei positiv hervor, dass mit der vierten Arbeit auch eine Lösung ohne Erhalt des Postgebäudes eingereicht worden sei. So sei erneut sichtbar geworden, dass die Entscheidung, das altehrwürdige Gebäude zu erhalten, richtig sei. In die engere Wahl gekommen waren neben der zweiten Arbeit (Peter W. Schmidt), die Entwürfe
3 und
5. Neben dem von den Preisrichtern favorisierten zweiten Entwurf sei auch die dritte Arbeit eine, über die man weiter nachdenken solle, so Mihm, dem unter anderem gut gefällt, dass hier für die Hochschule für Gestaltung ein Baukörper ohne Fugen vorgeschlagen wurde, und dadurch sichtbar werde, wie eine ausdrucksstarke Gestaltung der
HfG aussehen könne. Bei der zweiten Arbeit schließlich sei positiv hervorzuheben, dass das Post-Gebäude seine Eigenständigkeit behalte und nicht durch weitere „Aufgeregtheiten“ besteche.
Oberbürgermeister Richard Arnold sprach von guten Entwürfen, „die die Post elegant miteinbezogen haben“. Am Mittwoch kommende Woche,
31. März, soll im Gemeinderat die Beschlussfassung für die Vorgaben zum Investorenwettbewerb stattfinden.
„Sehr knapp“, finden einige Stadträte, die sich durchweg positiv zu dem von der Jury favorisierten Entwurf äußerten. Sehr wichtig sei es, das Postgebäude als Solitair-Gebäude zu erhalten, fand Christof Preiß (
CDU). „Wir können mit dem Ergebnis leben“, sagte Max Fuchs (
SPD), der deutlich machte: „Der Gemeinderat hat entschieden. Die Zeit drängt, wir sind dabei.“ Auch Brigitte Abele (Grüne) findet das Ergebnis „in Ordnung“. Karin Rauscher (Freie Wähler Frauen) wollte wissen, inwieweit es möglich sei, Entwürfe zu kombinieren, etwa das Hotel des Zweitplatzierten (Gebäude akzentuiert mit einem höheren Kopfbau) mit dem Entwurf des Erstplatzierten. Baubürgermeister Mihm sprach von einer „kooperativen Situation“. „Es wäre schön, wenn man es genauso machen könnte“, meinte
Dr. Reinhard Kuhnert (
CDU) zum Entwurf von Architekt Peter W. Schmidt. Insgesamt habe jeder Entwurf im Detail „eine geniale Lösung“. Einzig die fünfte Arbeit hinterlasse einen improvisierten Eindruck. Damit teilte er die Meinung der Jury, die die Tatsache, dass die Unterbringung der Hochschule für Gestaltung in dem Postgebäude sowie dem Anbau vorgesehen ist, kritisch betrachtete. Denn in diesem Fall würde es eine direkte Verbindung der beiden Gebäude nur über das Untergeschoss geben. OB Richard Arnold machte anschließend deutlich, wie wichtig es sei, den Bürgern zu vermitteln: „In Gmünd geht es weiter.“ Der favorisierte Entwurf sei auch bei den beiden Investoren erste Wahl, so Baubürgermeister Mihm.
Am kommenden Samstag findet ab elf Uhr im Rathaus eine umfassende Ausstellung und Bürgerinformation statt. Auch die Architekten werden anwesend sein.
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