Heute ist Equal pay day: Frauen des SPD-Ortsvereins Schwäbisch Gmünd äußern sich
Der SPD–Ortsverein schließt sich dem Votum der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Baden-Württemberg, kurz ASF, zum Equal Pay Day, heute Freitag, 26. März, an, die Entgeltungsgeerechtigkeit zu beseitigen.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm).„Skandalös“ findet die ASF-Landesvorsitzende Claudia Sünder die Entgeltunterschiede zwischen den Geschlechtern. Als kompetenter Gast besuchte sie diese Woche die Frauen des Ortsvereins Schwäbisch Gmünd. Gründe für die unterschiedliche Bezahlung gibt es viele: Bestehende Rollenbilder bestimmen das Berufswahlverfahren. So arbeiten Frauen häufiger in Branchen mit niedrigerem Lohnniveau oder in Teilzeit. Im Niedriglohnsektor arbeiten zu
70 Prozent Frauen. Die
SPD Ortsvereinsvorsitzende Daniela Maschka-Dengler zitierte aus dem aktuellen Bericht der
EU–Kommission zum Thema Gleichstellung von Frauen und Männer: „Da sich die Gleichstellung von Frauen und Männer als Schlüssel zur dauerhaften Lösung alter wie neuer Probleme erwiesen hat, ist es wichtig, dass das Thema Gleichstellung ein Kernelement der
EU–Strategie für
2020 bleibt. Gleichstellungsmaßnahmen sollten deshalb nicht als kurzfristiger Kostenfaktor, sondern als langfristige Investition betrachtet werden.“ Alle anwesenden Frauen teilten die Meinung, dass es noch nicht in allen Köpfen angekommen sei, dass Gleichstellungspolitik nicht als Frauenthema reduziert werden dürfe, sondern, „dass es ein knallhartes Wirtschaftsthema ist, das im Zuge der demografischen Veränderung besonderer Beachtung bedürfe“. Frauen, die zu wenig verdienen, so eine zentrale Aussage, „werden im Alter verarmen, und das können wir uns nicht länger leisten“. Regine Lieb monierte, dass nach wie vor zu wenige Frauen, trotz bester Ausbildung, in Führungspositionen anzutreffen seien: „Es muss ein politisches Ziel sein, besserer Beschäftigungsbedingungen für Frauen und Eltern zu schaffen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht noch in den Anfängen. Neben einem Entgeltgleichheitsgesetz brauchen wir den flächendeckenden Ausbau von Kindertageseinrichtungen sowie eine Aufklärungskampagne über Karriere– und Verdienstchancen einzelner Berufe und Branchen“. In Deutschland verdienen Frauen
23 Prozent weniger – in Baden Württemberg sind es
28,
5 Prozent. „Keine Glanzleistung für‘s Ländle“, so Maschka-Dengler abschließend.
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