Vierter Onkologischer Patiententag am Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd in Mutlangen
Betroffene, ihre Angehörigen und die gesunde Bevölkerung erhielten am Samstag umfassende Informationen über Vorsorge, Behandlungsmöglichkeiten, Begleittherapien und ihre Patientenrechte im Rahmen des vierten Onkologischen Patiententages.
MUTLANGEN (skl). In Übersichtsreferaten wurde eingehend auf Risikofaktoren wie das Rauchen, Übergewicht und mangelnde Bewegung, eingegangen. Die Besonderheiten der Krebsbehandlung älterer Patienten und die Planung einer altersangemessenen Therapie wurde von dem Team der Geriatrischen Onkologie vorgestellt.
Ein Höhepunkt des diesjährigen Patiententages war die sehr angeregte Diskussionsrunde „Patienten fragen, Experten antworten“, in der ein reger Austausch über sämtliche Fragen der Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Tumorerkrankungen stattfand. Ganz im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand der Dialog in der Krebstherapie. Selbsthilfegruppen stellten sich und ihre Arbeit an Informationsständen und im Rahmen von Kurzvorträgen vor. Auf großes Interesse stieß die Gründung der neuen Selbsthilfegruppe „Leukämien und Lymphome“, die von Cornelia Jäger sowie den Ärzten des Zentrums Innere Medizin des Stauferklinikums angestoßen wurde und von H. Rambach, Vorstandsmitglied der Deutschen Leukämiehilfe, begleitet wurde.
Sport und Vermeidung von Übergewicht reduzieren das Risiko für Krebs, garantieren bessere Heilungschancen und ein längeres Überleben mit der Diagnose Krebs. Die Freude an der Bewegung konnte Frau Fritz mit ihrer Gruppe „Sport und Krebs“ eindrücklich aufzeigen.
Das begehbare Darmmodell, an dem Polypen und Krebsgeschwüre auf Augenhöhe erklärt werden konnten, war sehr anschaulich. Ebenso stieß die Livedemonstration einer Polypenabtragung im Rahmen von Vorsorge– und therapeutischen Koloskopien an einem Dummy auf großes Interesse.
In Präsentationen wurde die Naturheilkundliche Abteilung unter Leitung von
Dr. Gisela Schneider, die Palliativstation sowie die neu eingerichtete psychosoziale Krebsberatungsstelle Ostwürttemberg am Klinikum vorgestellt. Patienten und Betroffene konnten sich ausführlich über begleitende Maßnahmen einer Tumortherapie, die Durchführung derselben, über Hilfsmittel und neue medizinische Produkte informieren.
Sehr schön war die musikalische Umrahmung durch ein Streicherensemble der Musikschule Schwäbisch Gmünd. An den Tischen der Selbsthilfegruppen konnte bei Kaffee und Kuchen Geselligkeit gepflegt werden. Alle Beteiligten waren sich einig, es war eine gelungene Veranstaltung.
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