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» Schwäbisch Gmünd | Montag, 29. März 2010

Zweite Auflage von Gmünder Entertainment pur wurde im fast ausverkauften Stadtgarten zum großen Erfolg

Weil’s so schön war, das erste „Gmünder Entertainment pur“, gab es am Samstag eine Neuauflage. Und auch sie bescherte nahezu drei Stunden hervorragende Unterhaltung. Von Manfred Laduch

SCHWÄBISCH GMÜND. Dass man sich bei einem gemeinsamen Konzert von Kolpingkapelle und Akkordeonorchester Penz kaum vertun kann, wissen die Gmünder. Entsprechend war der große Stadtgartensaal auch nahezu bis zum letzten Platz besetzt, als Ramona Kunz und Thomas Eble als Vorsitzende des Akkordeonorchesters bzw. der Kolpingfamilie die Gäste begrüßten. Dass es hier um einen Gmünder Abend ging, hatte zuvor ein Bläsertrio mit zwei Strophen des „Alois“ deutlich gemacht.
Den ersten Teil bestritten die Akkordeonisten – Erwachsenen– und Jugendorchester vereint – mit Ausschnitten aus Musical und Film. Das begann mit Stücken aus dem „Phantom der Oper“, wobei bereits ein weiterer „Gaststar“ einbezogen wurde. Michael Schaumann, Spielleiter der Kolping-​Operette, sang „Music of the Night“.
Nach Michael Jacksons „Earth Song“ und einem Swing folgte eine Einlage der einstmals am Scheffold-​Gymnasium gegründeten „Gaukler“. Mit zweifellos großem pantomimischem Können boten sie ihr Stück „Spice Boys“ dar – und konnten dennoch nicht verhindern, dass das stumme Agieren sich für viele Besucher im Programm ein wenig fremd anfühlte.
Mit James-​Bond-​Themen kehrte dann das Orchester Penz auf die Bühne zurück und brachte für das berühmte „Goldfinger“-Thema Aline Klotzbücher als Sängerin mit. Ein Udo-​Jürgens-​Medley (Michael Schaumann sang „Ich war noch niemals in New York“) schloss sich an. Hier wusste das Orchester besonders bei dem weniger bekannten Lied „Matador“ zu überzeugen.
Rot-​Weiß-​Tanzpaare
verbreiteten im Stadtgarten
südamerikanisches Flair
Nach der Pause kehrte Dirigent Udo Penz mit seinem anderen Orchester zurück, der Kolpingkapelle, die den Auftakt mit dem anspruchsvollen „New Age Rock“ gestaltete. Dem folgten vier der bekanntesten Hits von Abba: Super Trouper, Chiquitita, I do I do I do und der Grand-​Prix-​Siegertitel Waterloo.
Südamerikanisches Flair und heiße Rhythmen füllten dann den Saal, als drei Paare des Gmünder Tanzclubs Rot-​Weiß die Fläche vor der Bühne in Beschlag nahmen. Zu Stücken wie „Tropical Lady“, „Patricia“ und „Jive-​Hits“ zeigten die Turniersportler, wie man auf höchstem Niveau Samba, Rumba, Cha Cha, Paso doble und Jive tanzt.
Dass die „Gaukler“ ein breit gefächertes Repertoire haben, zeigten sie in ihrer zweiten Einlage, dem Schwarzlicht-​Theater. Geradezu magisch waren auf der komplett abgedunkelten Tanzfläche nur die weißen Handschuhe der Akteure und die von ihnen bewegten leuchtenden Objekte zu sehen. Sehr sehenswert, aber auch diese Nummer wäre mit einer passenden, leisen Musikuntermalung noch zu verbessern.
Richtig gute Laune verbreitete die Kolpingkapelle dann mit den bekanntesten Hits von Herb Alpert. Melodien, die im Grunde jeder schon einmal gehört hat, und die einem lange nicht aus dem Ohr gehen.
Und dann bot das Orchester einem weiteren ganz Großen eine Hommage dar: Fünf Songs von Frank Sinatra legte Udo Penz mit der Kolpingkapelle auf. Bei „My way“ (hätte statt des Auftakts eher den Schluss dieses Medleys bilden sollen) und „Summerwind“ kam erneut Michael Schaumann zum Einsatz.
Bevor es ans große Finale ging, bedankten sich Ramona Kunz und Thomas Eble mit Blumen und Wein bei den Solisten. Ein besonderer Dank galt Udo Penz, der den Abend mit seinen beiden Orchestern gestaltete.
Die versammelten sich dann gemeinsam auf der Bühne und zeigten, was man aus knapp 100 Instrumenten so alles herausholen kann. Um diesen symphonischen Klangkörper wirkungsvoll in Szene zu setzen, hatte Udo Penz genau das richtige Stück ausgesucht: „Music“ von John Miles. Da ging dem Publikum so recht das Herz auf – ohne Zugabe wollte niemand die Akteure hinter den Vorhang lassen. Der Abend hatte sich voll gelohnt, was der lang anhaltende Beifall bestätigte.
 

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