Die deutsche Bäckernationalmannschaft holt in Rimini den Vizeweltmeistertitel, mit dabei sind auch Bäcker aus dem Ostalbkreis
Knapp geschlagen geben musste sich die deutsche Bäckernationalmannschaft beim „Sigep Bread Cup“ in Rimini. Insgesamt zehn Teams kämpften oder vielmehr backten um die Wette – das Rennen machte Ungarn vor Deutschland und Australien.
OSTALBKREIS. Angetreten waren außerdem die Nationalmannschaften aus Polen, Russland, Spanien, Slowenien, England, Israel und Portugal. Hatte es
2008 noch zum Weltmeistertitel gereicht, verpassten die deutschen Bäcker das Podest nun um
17 Hundertstel. Stolz können die Teilnehmer dennoch sein, unter ihnen auch Eva-Maria Kientz (Bäckerei Köhler Lautern), Gerhard Gröber (Bäckerei Walter Aalen), Siegfried Brenneis (Bäckerei Münkel Mudau) und Hans Langer (Ellwangen).
Ein halbes Jahr wurde auf den „Sigep Bread Cup“ hingearbeitet. Ein halbes Jahr, in dem sich die Teilnehmer mit der Frage beschäftigten, welches Produkt der Jury präsentiert werden sollte. Auch die Frage der Präsentation an sich spielte eine Rolle. Eine gute Vorbereitung war das Trainingslager im spanischen Valencia, das im Dezember zusammen mit anderen Nationen abgehalten wurde. Dieses wurde mit einem Backfest verbunden, bei dem traditionelle Produkte der jeweiligen Länder gebacken wurden. Tatkräftige Unterstützung für die Deutschen gab es von Bäcker Heinz Engel, der auch an der Berufsschule Schwäbisch Gmünd unterrichtet.
Beim „Sigep Bread Cup“ dann musste das deutsche Team an vier Tagen verschiedene Produkte herstellen. Die Rohstoffe und die Geräte, die es in Italien nicht gibt, hatten die Teilnehmer aus Deutschland mitgebracht. „Bei so einem wichtigen Wettbewerb darf man nichts dem Zufall überlassen“, erklärt ein Teilnehmer. Wie hoch das Leistungsniveau ist, zeigt eine weitere Aussage. „Schon ein einziger Fehler beim Einschneiden der Brote oder beim Backen können einem zwei bis drei Platzierungen kosten.“ Das deutsche Team punktete mit Briegel in verschiedenen Variationen, einem genetzten Brot mit Bärlauchkruste, einem Eierlikör-Apfelkuchen im Sigep-Logo sowie einem Schaustück unter dem Motto „Handwerkliche Bäckerei in der Zukunft“. Zudem gestaltete das deutsche Team ein Schaufenster inklusive einer Bäckerei als Abbildung. Für die gute Leistung gab es einen sensationellen zweiten Platz und obendrein einen Zusatzpreis für die höchste Produktion an Backwaren während der Wettbewerbszeit. Die Produkte wurden gegen eine Spende an die Zuschauer abgegeben. So kamen mehrere Tausend Euro zusammen, die den Kindern von Haiti zugute kommen sollen.
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