Jahreshauptversammlung des Fördervereins Schulmuseum /Freude über die Räume in der Klösterleschule
Eine gut besuchte Jahreshauptversammlung verzeichnete kürzlich der Förderverein Schwäbisch Gmünder Schulmuseum im Rokokoschlösschen. Im Rechenschaftsbericht der ersten Vorsitzenden Gerda Fetzer stand das Ende der 18-jährigen Raumsuche im Mittelpunkt.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Mit sehr lautem Beifall wurde quittiert, dass OB Richard Arnold den gordischen Knoten durchschlug, entschied, dass das Klösterle im Herzen der Stadt der Ort des Schulmuseums werde: „das Schulmuseum kommt“. Richard Arnold sieht in seinem Zusageschreiben darin „eine weitere Perle der Museumslandschaft“ der Stadt.
Mitglied und Museumsdesigner aus Aalen, Tomas Sturm, der mit der Verantwortung für die Einrichtung des Museums im
1. Stock des Klösterle beauftragt ist, wo ab Sommer
2011 drei Klassenräume von der Stadt zur Verfügung gestellt werden, stellte die Möglichkeiten der Raumgröße vor: „Die Sockelverkleidung muss zum Mobiliar passen, optimal ist die Raumhöhe von
3,
50 Meter für die hochgezogene Tafel des historischen Klassenzimmers.“ Zwar fehle das Flair der bisherigen Standorte in Schloss Baldern und im Heubacher Schloss, man könne aber durch passende Renovierung aus dem Standort etwas Optimales schaffen. Seine Aufgabe sei es, mit Hilfe der Mitglieder das Ganze dem Publikum gut zu präsentieren. Gerda Austel berichtete, wie gut das historische Klassenzimmer in Heubach von den Besuchern angenommen wird – von Schulklassen, Vereinen und Besuchergruppen der unterschiedlichsten Art, so dass allein Gerda Fetzer als historische Lehrerin im Jahr
2009 viel an Spenden eingenommen habe, die sie allesamt dem Museumsverein übergab. In diesem Zusammenhang gab es sehr viel Beifall für die Ergänzung von Karl Koschorreck: „Gerda Fetzer ist die Seele und Motor des Ganzen von Anfang an, sie ist im Zweitberuf schon seit langem Schulmuseumsdirektorin, nur ihrer Zielstrebigkeit ist das Schulmuseum im Klösterle zu verdanken.“ Klaus Maier als Heubacher Bürgermeister möchte am liebsten das historische Klassenzimmer in Heubach behalten, ein Wunsch, den Gerda Fetzer als sehr positiv bewertet: „Vom Mobiliar ging es schon, aber wir stoßen mit dem Personal an unsere Grenzen.“
Es folgte der Kassenbericht von Anneliese Brandstetter, die Ein– und Ausgaben genau auflistete, einen Überschuss im Jahr
2009 bekanntgab.
Prof. Dr. Karl Setzen wünschte in seinem Diskussionsbeitrag noch mehr Erfolg bei der Mitgliederwerbung, beklagte vor allem, dass in der Schulstadt Schwäbisch Gmünd und Umgebung trotz vieler Versuche nur zwei Schulen Mitglied im Förderverein seien. Er machte unter Beifall einige konstruktive Vorschläge zur Vorgehensweise. Karl Koschorreck appellierte an die Versammelten, eifrig zu spenden, für das Klösterle-Projekt müssten mehr als
30 000 Euro als Eigenmittel aufgewendet werden, deshalb habe er auch alle
169 Mitglieder schriftlich um ihre Spende gebeten. Darüber hinaus habe er bereits ein Dutzend Firmen in Gmünd in individueller Form angeschrieben, hoffe auf großzügige Sponsoren für das Anliegen. Die Kassenprüfer Willi Thauer und Gerhard Walz bescheinigten Anneliese Brandstetter eine überaus korrekte Buchführung, beantragten ihre Entlastung. Diese wurde unter der Leitung von Helga Reichert einstimmig anerkannt, – getrennt nach den Funktionen der drei Vorsitzenden und der Schatzmeisterin.
Nachdem die zweite Vorsitzende Ingrid Ziegler auf eigenen Wunsch – natürlich mit Dank und Buchgeschenk – verabschiedet wurde, erfolgte nach einer Personaldebatte die Neuwahl des gesamten Vorstandes. Einstimmig bei jeweils einer Enthaltung wiedergewählt wurden: Gerda Fetzer als
1 Vorsitzende, Gerda Austel als
3. Vorsitzende, Anneliese Brandstatter als Schatzmeisterin, Willi Thauer und Gerhard Walz als Kassenprüfer sowie Karl Koschorreck als Pressereferent und Protokollführer. Mit großer Mehrheit wurde Peter Winkler al
2. Vorsitzender neu gewählt. Dazu wurde ein
15-köpfiger Beirat einstimmig bestätigt, der aus aktiven Mitarbeitern besteht, die tatkräftig in den Magazinen für Ordnung sorgen, den Vorstand beraten und das Schulmuseum im Klösterle mitgestalten wollen.
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