30 Jahre Ehemaligenverein: Eine gute Tradition auch für die Zukunft erhalten
Ehemalige und jetzige Schüler sowie Lehrer und Elternvertreter des Parler-Gymnasiums fanden sich unlängst zu einem Wiedersehen im Gebäude der VHS ein, galt es doch, das 30-jährige Bestehen des „Vereins der ehemaligen Schüler, der Lehrer und Freunde des Parler-Gymnasiums“ feierlich zu begehen.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Nach einem musikalischen Auftakt mit den Flötistinnen Christina Mack und Carmen Frabschka begrüßte der Vorsitzende des Vereins, Trutz Loeffler, die Anwesenden und gab einen Überblick über das vielfältige Betätigungsfeld des Vereins. Zuallererst sei er ein Bindeglied und Kommunikationsforum zwischen den Generationen, die am Parler die Schulbank gedrückt oder unterrichtet haben; in der Tat spannte sich der Altersbogen von Schülern der Mittelstufe bis zu manchen Mitgliedern, die bereits doppelt so alt wie der Verein geworden sind. Die alljährlich erscheinenden Parler-Blätter informierten über aktuelle Entwicklungen an der Schule und sammelten Berichte über berufliche Werdegänge von Ehemaligen. Finanzielle Unterstützung durch den Verein habe den gelungenen Band zum
100-jährigen Jubiläums des Schulgebäudes möglich gemacht und erfülle manche Wünsche zur besseren technischen Ausstattung der Schule. In die
70er-Jahre führte der ehemalige Schulleiter, OStD
Dr. Hegele, die Zuhörer, als er von den Bedingungen und bildungspolitischen Veränderungen im Gründungsjahr erzählte. Die Sanierung des Altbaus, Archiv-Funde zur Geschichte der Schule und das bevorstehende
75-jährige Jubiläum hätten die Idee befördert, die Tradition des Parler-Gymnasiums durch einen Verein der Ehemaligen ideell und finanziell zu unterstützen. Die Erfolgsgeschichte des Vereins bündelte er in der Sentenz „Gutes gelingt, wenn zur rechten Zeit die richtigen Leute eine Sache in die Hand nehmen“. Der Schulleiter des Parler-Gymnasiums, Olav Stumme, richtete seinen Blick von der Gegenwart in die Zukunft. Das Gesicht des Parler-Gymnasiums werde sich auffällig ändern: Mit dem Anbau einer Mensa werde auch ein zusätzliches Raumangebot geschaffen, das den Bedürfnissen einer umfassenderen Schülerbetreuung und eines erweiterten Bildungsangebots gerecht werde. Dabei orientiere man sich an dem Leitbild der Schule: „Lernen mit Interesse, Respekt und Muße“. Mit der abschließenden Generalsanierung des Nebengebäudes sei das PG gut gerüstet und aufgestellt für die Zukunft.
Der zweite Teil des Abends war dem Thema der Zugangsregelung zu Universitäten und Hochschulen gewidmet. In jeweils einem kurzen Statement berichteten
Dr. A.Wiemer als Dozent an der Pädagogischen Hochschule, A. Fütterling als Handwerksmeister und
Dr. J. Schüle als Professor an der Hochschule Aalen über ihre Erfahrungen mit Studenten und Auszubildenden, die mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen ihre Ausbildung antreten.
Einigkeit herrschte darüber, dass die Studienorientierung intensiviert und die Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Bildungswegen weiterhin erhalten und auch erweitert werden müsse.
Vier Schüler des Parler-Gymnasiums (J. Sonneck, A. Rettenmayr, S. Stauss, D. Wiemer) schärften den Blick auf die Thematik, als sie in einer Debatte die Pro– und Contra-Argumente zu der Streitfrage „Soll das Abitur die grundlegende Voraussetzung für den Hochschulzugang bleiben?“ in gekonnter und beeindruckender Weise austauschten. Damit wurde auch das rhetorische Profil der Schule unterstrichen: Gerade den ehemaligen Schülern wurde bewusst, wie viel rhetorische Kompetenz heutzutage in der Schule gefördert wird — nicht zuletzt auch durch die Teilnahme am Bundeswettbewerb von „Jugend debattiert“.
Mit einem Intermezzo von Florin Dixie ließen die Flötistinnen das Programm ausklingen. Beim abschließenden Umtrunk im Foyer gab es noch manch angeregtes Gespräch über die Zukunft des Gymnasiums, aber auch Erinnerungen an vergangene Pennäler-Zeiten.
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