Seit Palmsonntag ziert den Rathaus-Vorplatz in Iggingen ein Osterbrunnen
Zum ersten Mal wurde der Igginger Osterbrunnen 2003 präsentiert. Wie jedes Jahr war die Gruppe um Albert Heinzmann seit Wochen aktiv, um das Schmuckstück fertig zu stellen. Seit Palmsonntag kann der Osterbrunnen wieder vor dem Igginger Rathaus besichtigt werden.
IGGINGEN (sus). Die Anregung für das Projekt Osterbrunnen kam Initiator Albert Heinzmann im Jahr
2002 auf einer Besichtigungsfahrt in der Umgebung. Einige schöne Brunnenexemplare brachten ihn auf die Idee, einen Osterbrunnen auch in Iggingen einzurichten. Der Marienbrunnen auf dem Marktplatz bot sich als Standort an und auch die Grundform war schnell gefunden. Wie es der Zufall wollte, passte die Maibaumkrone von der Höhe perfekt zum Marienbrunnen.
In einer außerordentlichen Aktion bemalten Kinder der Grundschule und den beiden Kindergärten unzählige Eier. Mit im Boot war von Anfang an Ellen Schmidt. Nicht nur vier Straußeneier wurden zuerst mit Igginger Motiven verziert, auch auf vielen kleinen Eiern ist Bekanntes aus der Gemeinde und von Vereinen aus Iggingen zu entdecken. In diesem Jahr hat sich die Igginger Künstlerin, die auch für ihre Puppen bekannt ist, wieder etwas Neues ausgedacht: Szenen aus alten und neuen Märchen schmücken die frisch bemalten Eier. Auf Wickie, Max und Moritz und viele mehr dürfen sich auch die kleinen Besucher freuen.
Viele Straußeneier zieren mittlerweile den Brunnen, umrahmt von zahlreichen Gänseeiern und noch mehr kleinen Kunstwerken. Fleißige Helfer unterstützen Ellen Schmidt jedes Jahr beim Bemalen. Die Plastikeier werden erst grundiert, dann gebohrt und bemalt. Auf Draht aufgefädelt schmücken sie dann jährlich den Osterbrunnen.
Ein großer Aufwand ist immer wieder das Binden der Girlanden. Etwa zwei Anhänger voller Buchs müssen im Vorfeld erst einmal beschafft werden. Albert Heinzmann hat hier seine treuen Lieferanten, die ihn ihre Hecken und Büsche schneiden lassen. Nicht nur vor Ostern denkt er an seinen Brunnen – sieht er irgendwo einen Buchsbaum, ist der Gedanke an den Igginger Osterbrunnen nicht weit.
16 Helfer waren in diesem Jahr mit dabei, die Zweige zu schneiden und zusammenzubinden.
Bürgermeister Klemens Stöckle kann jeden Tag den Brunnen vor dem Rathaus bewundern und stellt für die Vorbereitungen gerne das Gebäude des Bauhofes zur Verfügung. „Der Osterbrunnen ist für das Igginger Ortsbild einfach etwas Wunderschönes“, lobt er das Engagement der Gruppe. Viele Besucher kommen dann wieder in die Gemeinde, um ab Palmsonntag den Osterbrunnen zu besichtigen. Lob gibt es für die ehrenamtlichen Igginger auch aus anderen Gemeinden. „Der Igginger Osterbrunnen ist einfach, aber schön“, ist Albert Heinzmann auch dieses Jahr wieder sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Teamarbeit.
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