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» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 31. März 2010

Sparkassenstiftung Ostalb überreichte gestern an die Pädagogische Hochschule einen Scheck über 30 000 Euro

Mit 30 000 Euro unterstützt die Sparkassenstiftung Ostalb in den kommenden zwei Jahren den Sprachförderunterricht, den die Pädagogische Hochschule in den Gmünder Haupt– und Realschulen anbietet. Von Manfred Laduch

SCHWÄBISCH GMÜND. „Gerade noch rechtzeitig“ könne man die Spende an den Rektor übergeben, unter dem das Projekt vor drei Jahren gestartet worden sei, erklärte Landrat Klaus Pavel angesichts des vorletzten Arbeitstages von PH-​Chef Hans-​Jürgen Albers. Die Pädagogische Hochschule setze mit ihrem bemerkenswerten Förderunterricht dort an, wo Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund in der Schule benachteiligt seien. Er bedanke sich bei allen Mitwirkenden für dieses Engagement, das die Sparkassenstiftung schon in den vergangenen drei Jahren mit je 15 000 Euro gefördert hatte.
„Das ist gut angelegtes Geld“, betonte Sparkassendirektor Carl Trinkl, der auch Mitglied des PH-​Hochschulrates ist. Diese Anlage bringe ihren Ertrag nicht in bar, sondern in Form von steigender Lebensqualität für die Betroffenen.
Rektor Hans-​Jürgen Albers zeigte sich sehr zufrieden darüber, dass das Projekt für weitere zwei Jahre finanziert sei. Damit könne die sehr erfolgreiche Arbeit ausgeweitet werden. In den vergangenen Jahren habe man bei den teilnehmenden Kindern merkliche Verbesserungen des Sprachvermögens erzielt.
Deutschland sei angesichts der demographischen Entwicklung darauf angewiesen, dass der Nachwuchs aus Migrantenfamilien in Sachen Ausbildung das Bestmögliche erreiche. Und für diese Arbeit sei Unterstützung wie durch die Sparkassenstiftung fast lebensnotwendig. Albers wies darauf hin, dass in den vergangenen Jahren die von der PH eingeworbenen Drittmittel in der Summe von 125 000 auf über eine Million Euro pro Jahr angewachsen seien.
Cornelia Zierau, Akademische Rätin an der PH, betreut das Sprachförderprojekt seit 2006. Die Teilnehmer werden von zuvor dafür geschulten Studentinnen und Studenten in Fünfer-​Gruppen „trainiert“. Das sei auch für die angehenden Lehrer eine wichtige Erfahrung. In der ersten Phase war die Arbeit auf die fünften und sechsten Klassen konzentriert. Inzwischen nimmt man sich auch des Themas Berufsvorbereitung in den achten und neunten Klassen an, da auch hier noch Sprachdefizite herrschen, die dem Erlangen eines Ausbildungsplatzes nicht gerade förderlich seien. Beteiligt an dem Projekt sind derzeit alle Haupt– und Realschulen in Schwäbisch Gmünd, die Karl-​Kessler-​Schule sowie die Braunenberg-​Schule in Aalen, eine Schule in Heidenheim und eine in Schwäbisch Hall.
Hauptträger ist die Mercator-​Stiftung, die für die Arbeit an 35 ausgewählten Standorten in Deutschland insgesamt 2,1 Millionen Euro bereitgestellt hatte.
Wie Cornelia Zierau nach drei Jahren Erfahrung erläuterte, haben sich die Sprachleistungen der beteiligten Kinder deutlich verbessert. So konnten sich beispielsweise 70 Prozent der Förderschüler mit anfangs mangelhaften und ungenügenden Noten in Deutsch um mindestens eine Note steigern. Dabei habe sich gezeigt, dass insbesondere jene Schüler von der Förderung profitieren, die von Förderlehrern mit gleicher ethnischer Herkunft unterrichtet wurden.
Nach wie vor gebe es noch kein passendes Landesprogramm für derartigen Förderunterricht, beklagten die Teilnehmer bei der Spendenübergabe.
 

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