Bürgermeister Segan überbringt siebenköpfiger Familie Gratulation des Bundespräsidenten
Richtig gemütlich war es gestern nur in der warmen Stube – das windige Wetter ließ zu wünschen übrig. Warm war es aber bei Familie Sawatzky. Nicht, weil das Thermometer in Alfdorf ein paar Grad mehr anzeigte als anderswo – das Ehepaar Sawatzky hat sieben Kinder. Allen voran der kleine Mario strahlt eine unbändige Wärme aus. Von Eduard Kessler
ALFDORF-ADELSTETTEN. Sechs Monate alt ist der kleine Fratz. Sicherlich ein Grund zu feiern. Familie Sawatzky hatte gestern aber noch einen anderen Grund: Sie bekamen von Bürgermeister Michael Segan die Patenschaftsurkunde des Bundespräsidenten Horst Köhler überreicht. Bürgermeister Michael Segan gratulierte der neunköpfigen Familie zum Nachwuchs und überbrachte zusätzlich zu der Patenschaftsurkunde einen Check über
500 Euro. Außerdem gab es einen großen Blumenstrauß für Elsa Sawatzky, für den Familienvater und die Kinder gab es Heimatbücher und einen Routenplaner, von dem die Kinder ganz begeistert waren. „Sobald es etwas wärmer wird, können wir die Umgebung erkunden“, freuten sich die Älteren der sieben Kinder.
In einer gemütlicher Atmosphäre erzählten Elsa und Hans Sawatzky von ihrer großen Familie. Beide erblickten in einer deutschen Kolonie in Paraguay das Licht der Welt. Nachdem sie dort die Schule besucht hatten, beschlossen sie vor
17 Jahren, nach Deutschland zu gehen, wo sie eine Berufsausbildung absolvierten. Sie, damals
19 Jahre alt, entschied sich, Krankenschwester zu werden. Der ein Jahr ältere Hans wollte Landwirt werden. Die gemeinsame Vergangenheit und der gemeinsame Neuanfang in Deutschland ließ die Liebe der beiden immer stärker werden. Schnell war klar: „Wir wollen für immer zusammen bleiben.“
Elsa und Hans Sawatzky heirateten und schon bald erblickte ihr erstes Kind das Licht der Welt – Heiko. Die Eltern sind sehr stolz auf ihre sieben Kinder. Heiko und Adelia wollen Landwirte werden, genau wie Papa. Die neunjährigen Zwillinge Laura und Frank sowie die sechsjährige Carmen und die fünfjährige Ruth machen sich freilich noch keine Gedanken hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft – sie besuchen die Freie Evangelische Schule in Lindach und genießen das Leben in ihrer Familie in vollen Zügen und sorgen Tag für Tag für die Wärme, die die Familie umgibt.
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