Bei rechtzeitiger Erkennung kann die Krankheit schon in der Vorstufe geheilt werden
„Nur weil bei mir der Darmkrebs sehr früh entdeckt wurde, lebe ich noch“, sagt Gerhard Winkler. Entdeckt wurde die Erkrankung in seinem Fall durch eine Vorsorgeuntersuchung.
OSTALBKREIS
(pm). Eine Vorstufe von Darmkrebs hätte man bereits mehrere Jahre zuvor durch eine Darmspiegelung erkennen können und eine Diagnose Darmkrebs wäre vermeidbar gewesen.
Jedes Jahr erkranken rund
70 000 Menschen neu an Darmkrebs. Ungefähr bei der Hälfte verläuft die Krankheit tödlich. Daher kommt der Früherkennung eine zentrale Bedeutung zu.
Die Vorsorgeuntersuchungen für Menschen ab
55 werden als Krankenkassenleistung abgerechnet, bei genetisch vorbelasteten Patienten sogar schon früher. „Trotzdem nutzen nur zehn Prozent der Menschen im gefährdeten Alter diese Möglichkeit – und dies ist eindeutig zu wenig“, bedauert Gerhard Winkler. Er hat sich vor neun Jahren der DEUTSCHEN ILCO
e.V., der Selbsthilfevereinigung für Menschen mit Darmkrebs und Menschen mit einem Stoma angeschlossen und ist Ansprechpartner der Selbsthilfegruppe Aalen-Schwäbisch Gmünd. Die Selbsthilfegruppe ist auch Kooperationspartner des Darmkrebszentrums Ostalb-Klinikum in Aalen und des Darmkrebszentrums in Schwäbisch Gmünd.
In Zusammenarbeit mit der Aktion „Baden-Württemberg gegen Darmkrebs“ des Sozialministerium, dem Krebsverband BW und der Aktionen Lebensblicke
e.V. ist Gerhard Winkler unterwegs Bürgerinnen und Bürger die Vorsorge durch
z.B. die niedergelassenen Facharztpraxen für Gastroenterologie zu empfehlen.
Auch wenn der Darmkrebs ausgebrochen ist, weiß er, bestehen gute Behandlungschancen durch die heimatnahen Therapiemöglichkeiten der Klinken im OSP Ostwürttemberg (Onkologische Schwerpunktkliniken Ostwürttemberg: Aalen, Heidenheim, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd) und die niedergelassenen onkologischen Facharztpraxen. Die ILCO – Selbsthilfe bietet nach den Therapien psychosoziale Unterstützung an, dazu Informationsbroschüren, Erfahrungsaustausch zu täglichen Problemen und eine neutrale Interessenvertretung. Über Darmprobleme spricht man nicht mit anderen, obwohl diese genau so natürlich sind, wie Zahnprobleme. Hier will Winkler informieren und helfen Tabus abzubauen. Ihn kann jeder ansprechen.
Man erreicht das Infotelefon der ILCO Region Ostalb-Ulm-Biberach unter
0 73 67/
92 02 47. Die ILCO – Gruppe Aalen — Schwäbisch Gmünd – trifft sich an jedem
2. Mittwoch im Monat im MTV– Heim in Aalen. Weitere Infos auch im Internet unter: http://www.ilco-ostalb-ulm-biberach.de
Die nächste Aktion ist am
27. März die ILCO– Infobörse und Vortrag beim Patiententag in der Stauferklinik in Mutlangen von
9 Uhr bis
16 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Darmkrebszentrum Schwäbisch Gmünd.
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