Daniela Maschka-Dengler will als SPD-Landtagskandidatin gegen Stefan Scheffold antreten
Das Kandidatenkarussell der SPD im Wahlkreis Schwäbisch Gmünd für die Landtagwahl 2011 kommt in Schwung. Gestern hat Stadträtin und Schulrektorin Daniela Maschka-Dengler ganz offiziell ihre Bewerbung eingereicht. Es gilt als sicher, dass noch weitere Namen folgen werden.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Der große Konkurrent seitens der
CDU, Staatssekretär und
MdL Dr. Stefan Scheffold, wurde bereits letzte Woche von der Wahlkreiskonferenz seiner Partei ins Rennen geschickt. Und zwar mit einem eindeutigen Votum von
100 Prozent der Versammlungsteilnehmer. Die
SPD zeigt sich da wählerischer, denn erst im Juli wird nominiert, und dann wird aller Voraussicht nach nicht nur ein Name auf dem Wahlzettel stehen, sondern mehrere. Neben Daniela Maschka-Dengler sind schon seit Wochen weitere Interessenten für das Landtagsmandat zumindest im Gespräch: Bürgermeister Klaus Maier aus Heubach, der frühere Gmünder Oberbürgermeister Wolfgang Leidig, der Gmünder Stadtrat Bilal Dincel und neuerdings auch Stadtrat und Pfarrer Konrad von Streit. Umso bemerkenswerter, dass Daniela Maschka-Dengler recht frühzeitig ihren Hut in den Ring geworfen hat, denn Bewerbungsende ist gleichfalls erst im Sommer. Sie erklärt diesen frühen Schritt mit Transparenz und Offenheit gegenüber den Ortsverbänden im Wahlkreis Schwäbisch Gmünd (erstmals auch Essingen). Sie freue sich auf die Zeit, mit denen ins Gespräch zu kommen. Ihre Entscheidung komme ja auch nicht plötzlich, sondern sie habe sich vielmehr schon seit einiger Zeit darauf vorbereitet. Ursprünglich habe sie sich „grün angehaucht gefühlt“, reflektiert Maschka-Dengler ihren politischen Werdegang. Auch als sie in den Gmünder Gemeinderat gewählt worden sei, habe sie ja noch gar kein Parteibuch der
SPD besessen. Doch in den letzten Jahren habe sie gespürt, dass sie in der
SPD daheim sei. Auch im Gespür habe sie, dass die Sozialdemokraten in Baden-Württemberg jetzt wieder im Aufwind seien. Die politische Arbeit mache ihr Spaß. Nicht zuletzt deshalb habe sie ja auch schon Ämter wie das der Gmünder Ortsvereinsvorsitzenden übernommen oder zusammen mit anderen Genossinnen die Gruppe „Rotwild“ gegründet. Soziales, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Bildungspolitik seien ihre Schwerpunkte, resultierend natürlich aus ihren Erfahrungen als Mutter und als Rektorin der Friedensschule. Auch als Vorsitzende des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft habe sie wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse gewonnen.
Sie sei hochmotiviert, um erfolgreich in die Landespolitik zu gehen und ganz besonders ihren stärksten Widersacher
Dr. Stefan Scheffold im bevorstehenden Wahlkampf herauszufordern – sofern sie natürlich nominiert wird. Hört man denn da schon eine ambitionierte Kultus– oder Sozialministerin reden? Daniela Maschka-Dengler antwortet auf die eher spaßig gemeinte Frage selbstbewusst: „Ich hatte ja schon darauf gewartet, doch die
CDU hat bei mir nicht angerufen.“
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