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» Ostalbkreis | Montag, 08. März 2010

Beteiligung von 40,08 Prozent bei Peter Seyfrieds Wiederwahl

Mutlangens Bürgermeister Peter Seyfried (59) hat am Sonntag die Rückenstärkung aus der Bürgerschaft erhalten, die er erhofft hatte. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,08 Prozent und damit haarscharf über der Marke, die sich der einzige Kandidat und seit 24 Jahren amtierende Schultes gesetzt hatte. Er steht vor seiner vierten Amtsperiode.

MUTLANGEN (rw). Von den 4591 wahlberechtigten Bürgern gingen 1883 zur Urne. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 40,08 Prozent. 22 Stimmen waren ungültig, 21 Stimmen entfielen auf andere wählbare Personen. Der einzige auf dem Stimmzettel aufgeführte Kandidat, Peter Seyfried, erhielt 1840 Stimmen — mithin 98,87 Prozent der gültigen Stimmen.
Das schneidende Winterwetter hatte sich wohl ausgewirkt. Der Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, Werner Kurz, vermutete, dass Kälte und Eis manche Bürger vom Gang ins Wahllokal abhielten. Ein Indiz dafür könnte sein, dass im Bezirk Mutlanger Heide, wo die jüngeren Bewohner leben, die Wahlbeteiligung höher war als in den anderen beiden Bezirken. Die Bekanntgabe des Ergebnisses, ursprünglich unter freiem Himmel im Hof der Grundschule an der Hauptstraße geplant, wurde wegen der Kälte in die Rotunde und ins Foyer der Hornbergstraße-​Grundschule verlegt. Dort versammelten sich knapp gespannte 300 Bürgerinnen und Bürger, die Mitglieder von Kirchenchor und Gesangverein Germania, die Musiker der Musikvereine Mutlangen und Pfersbach, die später Ständchen spielten und unterhaltsam sangen, die Feuerwehr schenkte Sekt aus. Außerdem eine Menge Bürgermeister-​Kollegen: Klemens Stöckle (Iggingen), Ralph Leischner (Leinzell), Dieter Gerstlauer (Durlangen), Peter Kühnl (Ruppertshofen), Georg Ruf (Abtsgmünd), Rainer Knecht (Ellenberg), Herbert Witzany (Westhausen), Manfred Fischer (Neuler) sowie der CDU–Kreistagsfraktionsgeschäftsführer Michael von Thannhausen.
Werner Kurz gab das Ergebnis um 18.46 Uhr bekannt. Er beglückwünschte Peter Seyfried im Namen aller Fraktionen und sicherte ihm die Unterstützung des Gemeinderats für die „kommenden Herausforderungen“ zu. Für Gerlinde Seyfried gab es Dank und Blumen, ihr Wirken für die Gemeinde sei keinesfalls selbstverständlich, so Kurz. Die Glückwünsche der Mitarbeiter überbrachte Hauptamtsleiter Hans Nagel; „es hat uns gefreut, dass Sie noch einmal die Geschicke der Gemeinde in die Hand nehmen wollen.“ Das Ergebnis einer Wahlbeteiligung von 40 Prozent gebe Kraft für die kommenden acht Jahre. Für die Mutlanger Vereine überbrachte Feuerwehrkommandant Rainer Wagenblast die Glückwünsche, das Ergebnis sei eine „Bestätigung für die gute Arbeit, die Sie leisten.“ Ehrenbürger und Altbürgermeister Heinz Hartmann, zugleich Vorsitzender des Stauferklinikum-​Freundeskreises, wünschte ebenfalls Glück und „noch eine volle Amtszeit Gesundheit“ Peter Seyfried habe aktiv daran mitgearbeitet, dass aus dem kleinen Krankenhaus eine Klinik wurde, in der langfristig moderne Medizin betrieben werde. Im Namen aller 41 Bürgermeister-​Kollegen und der Kreisabteilung des Gemeindetags gratulierte Georg Ruf. Ruf überbrachte auch die Glückwünsche der CDU–Kreistagsfraktion, deren Vorsitzender Seyfried ist („nicht ganz einfach, so eine Fraktion zu führen“), und der Motorrad fahrenden Bürgermeister, deren einer der Mutlanger Schultes ebenfalls ist.
„Ich freue mich riesig“, sagte Peter Seyfried, „das gibt Rückenwind für die nächsten Jahre.“ Diese würden nicht einfacher, Aufgaben gebe es viele — Gymnasium, Gemeindehalle, Ortsmitte, doch „was man eingebrockt hat, soll man auch auslöffeln. Und mir macht die Arbeit immer noch viel Freude.
 

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